Aktion gegen Klimawandel
Städtedreieck rüstet seine Wälder

Eva Schönhofer ist Projektmanagerin "Zukunftswald Städtedreieck" und kümmert sich um die Umsetzung. Sie steht hier in einer Ulmenkultur, die seltene Baumart soll wieder mehr gepflanzt werden. Bild: hfz
Wirtschaft
Burglengenfeld
19.07.2016
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Weg von Monokulturen, hin zu einem Wald, der dem Klimawandel trotzen kann: Das ist das Ziel des Projekts "Zukunftswald Städtedreieck", das seit etwa einem Jahr läuft.

Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Schwandorf hat das Projekt mit den Kommunen vorangetrieben. Ziel ist es, nicht nur einzelne Waldbesitzer, sondern auch die Bevölkerung insgesamt dafür zu sensibilisieren, dass der Klimawandel für unsere Wälder mittelfristig durchaus eine Gefährdung darstellen kann. Aber auch, dass durch geeignete waldbauliche Maßnahmen unsere Wälder heute schon zukunftssicher gemacht werden können. Das teilte das Landwirtschaftsamt.

Im vergangenen Jahr fanden Zahlreiche Infoveranstaltungen für alle am Wald Interessierten in und um Burglengenfeld, Maxhütte-Haidhof und Teublitz statt. Diese reichten von Vorträgen über Wanderungen bis hin zu einem Walderlebnistag. Dieser findet auch dieses Jahr am 11. September wieder im "Kunstwaldgarten" bei Burglengenfeld statt .

Die Privat- und Kommunalwäder in der Region sind hauptsächlich reine Nadelwälder. Mischbaumarten sind vor allem in den älteren Beständen kaum vorhanden. Um den Wald fit für den Klimawandel zu bekommen, ist eine Erhöhung des Anteils von Mischbaumarten unerlässlich. Auch die rechtzeitige Pflege der Waldbestände spielt eine entscheidende Rolle. Viele Wälder sind durch mangelnde Pflege instabil geworden.

Durch eine Veranstaltungsreihe, die für die Waldbesitzer gemeinsam mit den Partnern der Waldbesitzervereinigung Nabburg-Burglengenfeld angeboten wurde, konnten sich Fortbildungswillige dieses Jahr gemeinsam über diverse Waldthemen informieren und Ideen für den eigenen Wald mit nach Hause nehmen. Von der Pflanzung über die Pflege bis zur Holzernte und die Weiterverarbeitung im Sägewerk waren alle Themen abgedeckt. Auch ein Besuch bei den Staatsforsten wurde unternommen, um die Wirtschaftsweise des "großen Bruders" kennen zu lernen.

Seit kurzem gibt es am Forstrevier Maxhütte-Haidhof auch die Möglichkeit, sich in einen Revierpostverteiler aufnehmen zu lassen. So erfahren die Waldbesitzer von angebotenen Veranstaltungen und werden über Aktuelle Themen im Revier informiert. Um vor allem den "kleinen" Waldbesitzern einen Anreiz zum Gestalten ihres Mischbestandes zu bieten, gibt es nur noch in diesem Jahr für die Waldbesitzer "Waldbausteine" zu kaufen.

Für 50 Euro gibt es Buchen, Eichen, Tannen und Douglasien in unterschiedlicher Anzahl, deren Pflanzung übernommen wird. Nur für den Schutz der Pflanzen vor Wildschäden müssen die Eigentümer selbst sorgen. Zu erstehen gibt es die "Bausteine" bei der Waldbesitzervereinigung Nabburg-Burglengenfeld.

Vorab steht dem Waldbesitzer aber eine Beratung durch die Projektmanagerin Eva Schönhofer oder Yvonne Wolfrum von der WBV ins Haus. Dies soll gewährleisten, dass die Pflanzen auf den richtigen Standort gepflanzt werden und genügend Licht zur Verfügung haben.

Außer den Waldbausteinen gibt es zahlreiche Fördermöglichkeiten für Waldbesitzer die ihren Wald gerne für die Zukunft sichern möchten oder schon erste Schritte unternommen haben.

KontakteEva Schönhofer

Projektmanagerin "Zukunftswald Städtedreieck", Telefon 0173/181 95 96; E-Mail: eva.schoenhofer@aelf-sd.bayern.de

Yvonne Wolfrum

Försterin der Waldbesitzervereinigung, Telefon 09433/96 30, Mobil 0171/6 25 39 08
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