Bayerischer Wald: Täter ließen makabren Hinweis für die Forscher zurück
Mindestens zwei Luchse getötet

Archiv
Cham
22.05.2015
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Luchsin Tessa wurde 2012 vergiftet, und ein Jahr später erschoss ein Unbekannter ein trächtiges Luchs-Weibchen. Nun haben Unbekannte im Bayerischen Wald bis zu vier Luchse getötet. Wie der Landesbund für Vogelschutz am Donnerstag mitteilten, wurden in der vergangenen Woche im Kreis Cham vier abgeschnittene Vorderbeine von Luchsen gefunden. Diese seien in der Nähe einer Fotofalle eines Forschungsprojektes abgelegt worden.

"Ein solcher krimineller Akt ist bislang beispiellos und eine neue Eskalationsstufe der Luchsgegner in der Region", hieß es. Die Tierschützer forderten Bevölkerung und Ermittlungsbehörden auf, alles zu tun, um die Täter zu finden. Die Tierschützer erstatteten bereits Anzeige gegen Unbekannt bei der Staatsanwaltschaft in Regensburg. Auch die Polizei in Bad Kötzting ermittelt, denn die Umstände des Fundes an Christi Himmelfahrt legten "eindeutig eine Straftat nahe". Die Tierschützer vermuten, dass die Täter die Beine der mindestens zwei - möglicherweise sogar mehr - Tiere gezielt ablegten, damit Projektmitarbeiter sie finden. Sie bezeichneten die Tat als "abscheulich und brutal". "Umweltkriminalität ist kein Kavaliersdelikt", sagte der LBV-Vorsitzende, Norbert Schäffer.
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