Vilsecker fühlen sich beim 1:3 in Cham vom Schiedsrichter benachteiligt - Rot für Troche
Fader Beigeschmack

Thorsten Troche musste wegen Beleidigung des Schiedsrichters vom Platz. Bild: war
Lokales
Cham
16.03.2015
1
0
Nach dem Spiel hatten die Vilsecker wieder einmal das Gefühl, die Schiedsrichter aus dem Raum Passau seien ihnen gegenüber absolut negativ eingestellt. Bereits in Ruhmannsfelden verlor Fußball-Landesligist FV Vilseck nach zweifelhaften Schiedsrichterentscheidungen - und auch die 1:3-Niederlage am Samstag beim ASV Cham hatte einen faden Beigeschmack.

Grund war die Rote Karte gegen Thorsten Troche, der mit einem Chamer Spieler an der Mittellinie mit den Köpfen zusammenrasselte. Schiedsrichter Andreas Hartl (Passau) gab Freistoß für Cham. Beim Erklärungsversuch deutete Troche mit der flachen Hand an die Schläfe, was der Unparteiische als "Vogel zeigen" wertete. Troche musste vom Platz. Den anschließenden Freistoß schlug Christian Ranzinger in den Vilsecker Strafraum und nach der vorausgegangenen Hektik übersah der Schiedsrichter auch, dass Vesenjak bei seinem Treffer im Abseits stand. Es war es gute und faire erste Hälfte, in der die Gäste, trotz der optischen Überlegenheit der Hausherren, mutig mitspielten. Sebastian Weih und Alexander Greger hatten gute Möglichkeiten, den Tabellenletzten in Front zu bringen, scheiterten aber am glänzend reagierenden ASV-Schlussmann Lengsfeld, oder zielten am Tor vorbei. Auch FV-Torwart Stephan Pröls musste sich bei einem Kopfball von Ranzinger lang machen, um den Ball über die Latte zu lenken.

Nach der Pause kämpften zehn wackere Vilsecker gegen bedingungslos anrennende Chamer. Tobias Wich (58.) und Daniel Engl (65.) hatten gute Möglichkeiten, die Führung auszubauen. Dazwischen holte Lengsfeld einen genial getretenen Freistoß von Florian Weiß aus dem Winkel. Derartige Nadelstiche musste die Bayerwaldelf immer wieder korrigieren, um den Ausgleich zu verhindern. Diesen erzielte dann auch völlig verdient Stefan Liermann, der einen Eckball direkt im Tor versenkte. Die Mißlinger-Truppe drückte dann noch mehr aufs Tempo, kam aber zu keinen zwingenden Chancen, da die Vilsecker Viererkette ausgezeichnet agierte.

In der 88. Minute holte der ASV-Torhüter einen Schuss von Florian Weiß aus dem Eck und im Gegenzug lief Johannes Bierlmeier im Vilsecker Strafraum auf Daniel Dietrich auf und fiel. Zum Entsetzen der Gäste entschied der Schiedsrichter auf Strafstoß, den Christian Ederer sicher verwandelte (89.). Nun überschlugen sich die Ereignisse: Vilseck warf alles nach vorne und Daniel Dietrich wurde beim Schuss von Torhüter Lengsfeld von den Beinen geholt. Ein Pfiff blieb jedoch aus. Stattdessen schloss Franz Wendl einen Konter mit dem 3:1 ab (90.+2).
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.