Traumjob mit Bayerwald-Panorama

Vermischtes
Cham
24.10.2014
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Die Rädlinger Unternehmensgruppe ist seit über 50 Jahren eine feste Größe im Landkreis Cham. An mehreren deutschen und internationalen Niederlassungen sind hier rund 1200 Mitarbeiter beschäftigt.

Ein Job, an dem man mit vielen interessanten Menschen zu tun hat, verschiedene Städte zu Gesicht bekommt und der nie eintönig wird, weil man kein Produkt zweimal herstellt: Das hört sich ganz nach einem Traumjob an. Die Rede ist von einem Arbeitsplatz am Bau. "Das ist tatsächlich ein Traumjob", sind sich die Brüder und Geschäftsführer Josef und Werner Rädlinger einig.

"Der Bau hat nicht unbedingt die beste Lobby", gibt Josef Rädlinger zu. "Aber wir tun alles dafür, diese Meinung in den Köpfen der Menschen zu revidieren." Mit der international tätigen Rädlinger-Unternehmensgruppe sind sie eines der Aushängeschilder im Landkreis Cham.

Fünf Kernbereiche

Bau, Maschinenbau, grabenlose Rohrsanierung, Elektrotechnik und Berufsbildung sind die fünf Kernbereiche, die alle aufeinander aufbauen und voneinander profitieren. Schon der Vater der beiden Geschäftsführer, Josef Rädlinger senior, war innovativ, als er 1963 die Firma gründete. "Er hatte eine enorme Affinität zur Maschinentechnik", erzählt sein ältester Sohn Josef. "Vieles, das es am Markt gab, war ihm nicht gut genug. Da hat er es eben selbst gebaut."

Über die Jahre wurde der Name Rädlinger zu einem zuverlässigen Partner für Bauleistungen. Bis heute stellt die Baufirma die breite Hauptstraße der Unternehmensgruppe dar. Zu den Leistungen der Standorte in Cham, Leipzig, Selbitz und Vilshofen zählen Verkehrswegebau, Ingenieurbau, Asphaltbau, Wasserbau, Industriebau, Deponiebau und seit 2013 Netzbau. Der Rädlinger Maschinenbau gehört zu den führenden Baumaschinenausrüstern in Deutschland, führt umfassende Stahlbauprojekte durch und übernimmt Lohnfertigungsarbeiten für externe Firmen.

Nach und nach ist ein Bereich aus dem anderen entstanden. Diese Entwicklung konnte rasch voranschreiten, weil sowohl der Markt dafür als auch die Menschen da waren, die in diesen Berufen - und in diesem Unternehmen - arbeiten wollten.

Wichtigstes Kapital

Heute beschäftigt die gesamte Gruppe an mehreren deutschen und internationalen Niederlassungen rund 1200 Mitarbeiter. Sie alle sind das wichtigste Kapital ihres Arbeitgebers. Und das ist keine Floskel: "Ich vergleiche uns alle gern mit einer erfolgreichen Fußballmannschaft", so Josef Rädlinger. "Ein komplexes Gefüge mit vielen Beteiligten - vom Zeugwart bis zum Cheftrainer. Das Team aber kann nur dann erfolgreich arbeiten, wenn der Zusammenhalt funktioniert und niemand Angst um seinen Platz innerhalb dieser Mannschaft haben muss." Daher gilt: Bei Rädlinger wird niemand ausgestellt nur weil es mal Konflikte gibt, jemand wegen gesundheitlicher Beschwerden nur noch eingeschränkt in der Lage ist, seine Arbeit auszuüben oder etwas Neues kennenlernen möchte.

Denn dann sucht man gemeinsam nach einem neuen Aufgabenbereich. Dieser Vorsatz ist zu einer Philosophie des Unternehmens geworden. Das Ergebnis ist simpel: Wer keine Angst um seinen Job haben muss, kann sich viel besser entfalten. Das kommt am Ende allen zu Gute.

Mit seiner modernen und mitarbeiterfreundlichen Struktur gehört Rädlinger heute zu den führenden Mittelständlern der Branche. 2012 wurde die familiengeführte Unternehmensgruppe mit dem großen Preis des Mittelstandes ausgezeichnet. Fast 3 600 Unternehmen aus der ganzen Bundesrepublik hatten sich für die renommierte Auszeichnung beworben.

Auch Neuem gegenüber ist das Unternehmen immer aufgeschlossen und arbeitet selbst an innovativen Ideen. Das patentierte grabenlose Rohrsanierungssystem Primus Line® beispielsweise ist weltweit einzigartig und international im Einsatz. Mit der RWenergy GmbH bietet die Unternehmensgruppe verschiedenste elektrotechnische Serviceleistungen und alle Wertschöpfungsstufen eines Photovoltaikprojektes: von der Entwicklung und Planung über die Lieferung und Montage bis hin zur Wartung und Instandhaltung von Anlagen. Aber auch intern werden neue Wege beschritten: "Sobald sich ein Bedarf bei unseren Mitarbeiterinnen abzeichnet, werden wir selbstverständlich umgehend eine firmeneigene Kinderkrippe eröffnen", sagt Josef Rädlinger, als wäre es nichts Besonderes.

"Sehr stark verwurzelt"

Eine Einstellung, die Schule machen sollte - auch außerhalb der Landkreisgrenzen. Werner Rädlinger betont: "Wir haben uns für Cham entschieden, weil wir hier sehr stark verwurzelt sind. Natürlich strecken wir mit einigen Niederlassungen unsere Fühler auch etwas weiter aus, aber unsere Basis ist und bleibt in Cham." Aber was ist das Besondere an Cham? Josef Rädlinger lacht und macht eine einladende Bewegung mit der Hand. "Ich zeig's Ihnen!"

Per Knopfdruck öffnen sich die Jalousien im ums Eck verglasten Büro im dritten Stock und geben den Blick frei auf ein Bayerwald-Panorama, wie es auf der Titelseite eines Reisekatalogs glänzen könnte. Das bedarf nun wirklich keiner weiteren Erklärung mehr.
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