1,25 Millionen Verkehrstote weltweit

Die Zahl der Verkehrstoten ist weltweit trotz der Zunahme von Fahrzeugen konstant geblieben. Seit 2007 kommen pro Jahr weltweit 1,25 Millionen Menschen durch Unfälle ums Leben, wie aus einer am Montag in Genf veröffentlichten Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hervorgeht. Der seit Jahren vorhergesagte Anstieg der Todesfälle im Straßenverkehr sei nicht eingetreten. Anstrengungen für mehr Verkehrssicherheit wie Sicherheitsgurte für alle Insassen, Geschwindigkeitsbegrenzungen, Promille-Grenzen, Helmpflicht und Kindersitze würden offenbar Früchte tragen. Doch in Ländern, die dafür kein Geld haben, gibt es viel mehr Verkehrstote.

Die Kluft zwischen armen und reichen Ländern wird beim Vergleich der Statistik der Verkehrstoten pro 100 000 Einwohner besonders deutlich: Zu den "Klassenbesten" gehören Schweden (2,4) und die Schweiz (3,3). Im hochmotorisierten Deutschland waren es 4,3. Im westafrikanischen Liberia hingegen 33,7 - gemessen an der Einwohnerzahl also fast acht Mal so viele Tote, obwohl sich dort viel weniger Menschen ein Auto leisten können. In 79 Ländern gelang es, die Zahl der Verkehrstoten zu senken. In 68, meist ärmeren, stieg sie jedoch.
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