180 Flüchtlinge sollen in Münchener Sportstätte unterkommen - Freistaat will in allen Kreisen ...
Olympiastadion als Aufnahmelager

Die Lage bei der Flüchtlingsunterbringung in Bayern bleibt weiterhin schwierig. Inzwischen werden Flüchtlinge auch im Münchener Olympiastadion untergebracht. Die Asylbewerber sollen vorläufig im VIP-Bereich unter den Tribünen leben.

Insgesamt sollen rund 180 Betten aufgestellt werden. Die überfüllte Bayernkaserne bleibt geschlossen. Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) lässt daher bei seiner Forderung nach einer Beteiligung des Bundes an den Kosten nicht locker. Falls der Bund beim ersten Asylgipfel in der kommenden Woche kein zufriedenstellendes Angebot für die Länder vorlegt, will er die Kanzlerin einschalten. Wegen der Vorwürfe gegen Wachleute in der Münchener Erstaufnahmeeinrichtung in der Bayernkaserne wird nun in vier Fällen von der Polizei ermittelt.

In einem Fall soll ein 17 Jahre altes Mädchen mit einem Schlagstock verletzt worden sein, in einem weiteren sollen Sicherheitsleute Gewalt gegen ein Ehepaar und dessen Baby angewandt haben. Bei den übrigen Fällen geht es um zwei Männer, die nach Streitereien geschlagen und getreten worden sein sollen. Der bayerische Asyl-Krisenstab hat unterdessen einen Notfallplan für den Winter beschlossen. In allen 96 Landkreisen und kreisfreien Städten sollen Turnhallen und andere große Räumlichkeiten identifiziert werden, die sich für eine zeitlich begrenzte Unterbringung von Asylbewerbern im Winter eignen, wie Staatskanzleichef Marcel Huber (CSU) am Freitag in München mitteilte.

In einer zweiten Stufe sollen Flächen für Wohncontainer gesucht, in einer dritten feste Wohneinheiten in Schnellbauweise errichtet werden. Der Plan werde "in zwei Wochen stehen", so Huber.
Weitere Beiträge zu den Themen: Weltgeschehen (20753)Oktober 2014 (9310)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.