1994-1999:
Chronologie

Ausbildung und Übernahme des Pflegers am St.-Willehad-Hospital in Wilhelmshaven auf der gefäßchirurgischen Station. Bisher gehen die Ermittler nicht davon aus, dass er dort Patienten getötet hat.

1998-2000: Krankentransporte beim Deutschen Roten Kreuz.

1999-2002: Der Pfleger beginnt am Klinikum Oldenburg auf der herzchirurgischen Intensivstation, wechselt 2001 in die Anästhesiepflege. Auf beiden Stationen ist er auffällig oft bei Wiederbelebungen dabei. Das Klinikum legt ihm die Kündigung nahe und stellt ihm ein gutes Arbeitszeugnis aus. Der Tod von mehr als 20 Patienten wird dort untersucht.

2003-2005: Der Angeklagte arbeitet auf der Intensivstation am Klinikum Delmenhorst. Die Todesrate verdoppelt sich in dem Zeitraum beinahe. Die Ermittler gehen dort 163 Fällen nach, weiteren 8 als Rettungssanitäter im Kreis Oldenburg.

Juni 2005: Eine Krankenschwester ertappt den Mann auf frischer Tat. Die Polizei ermittelt.

Dezember 2006: Das Landgericht Oldenburg verurteilt ihn wegen versuchten Totschlags zu fünf Jahren Haft. Der Bundesgerichtshof kippt das Urteil.

Januar bis Juli 2008: Der Mann arbeitet in einem Altenheim in Wilhelmshaven und bis Oktober als Sanitäter. Ob er dabei getötet haben könnte, ist unklar.

Juni 2008: Das Landgericht verurteilt den Angeklagten in der Revision zu siebeneinhalb Jahren Haft wegen Mordversuchs.

Dezember 2008: Urteil (mit Berufsverbot) wird rechtskräftig.

Mai 2009: Der frühere Pfleger tritt die Haftstrafe an. (dpa)
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