200 000 "Nightcrawler" versagen bei Drainage
Rügener Fußballplatz behält Regenwürmer

Die angeblichen Entwässerungs-Spezialisten produzierten nur Erdhügelchen auf dem Rasen des Ernst-Moritz-Arndt-Stadions. Bild: dpa
Kleine Regenwürmer auf einem Fußballplatz der Insel Rügen werden nach längerem Hin und Her jetzt doch nicht umgesiedelt. 2009 hatten Politiker der Stadt Bergen rund 200 000 Tierchen der Marke "Dutch Nightcrawler" aus den Niederlanden kommen lassen - sie sollten helfen, nachdem Pfützen den Rasen des gerade sanierten Stadions unbespielbar gemacht hatten. Wegen dieser Aktion kritisierte der Steuerzahlerbund die Stadt mehrfach, auch weil der erhoffte Erfolg ausblieb: Statt als Drainage zu wirken, vermehrten sich die Würmer und sorgten durch kleine Erdhäufchen dafür, dass der Platz uneben und bei feuchtem Wetter glitschig wurde.

Überraschendes Umdenken

Vor wenigen Monaten beschloss der Hauptausschuss der Stadt dann, die Regenwürmer aus dem Rasen des Stadions zu entfernen. Jetzt aber erfolgte die Kehrtwende - das rund 19 500 Euro teure Projekt wird abgeblasen, wie Bürgermeisterin Anja Ratzke (parteilos) am Donnerstag mitteilte. Die Regenwürmer werden nun also doch nicht umgesiedelt. Warum? Das wurde nicht bekannt. Und wie Bergen nach der Absage des Umsiedlungsprogramms das Regenwurm-Problem in den Griff bekommen will, bleibt erst einmal offen.
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