2188 Stunden ohne Bezahlung

Bürgermeister Hermann Ach und Pfarrer Josef Most (von links) gratulierten dem Vorstand des Kapellenfördervereins Gebhardsreuth mit Vorsitzendem Reinhold Baier (Dritter von rechts) und dessen neuem Stellvertreter Bruno Voit (Vierter von links). Bild: gi

Beim Kapellenförderverein Gebhardsreuth ist alles im Lot. Der Neubau des Kirchleins ist voll im Zeitplan. In der Jahreshauptversammlung gingen auch die Wahlen reibungslos über die Bühne.

Vorsitzender Reinhold Baier informierte im Gasthaus Schwabl über das systematische Vorgehen des über 40-köpfigen Vereins beim Bau der Dorfkapelle. Am 15. März 2014 rückte der Bagger der Baufirma Hierold aus Moosbach an und trug an zwei Samstagen den Hang des Grundstücks ab. Das Erdreich kam nach Heumaden und zum Schuttplatz. Am 29. März standen noch Restarbeiten mit dem Minibagger und die Drainage an.

170 Tonnen Schotter

Vom 1. bis 5. April holte die Firma Hierold 170 Tonnen Schotter und Frostschutz vom Hartsteinwerk Remmelberg. Herbert Simon und Mitglieder maßen die Kapelle ein und setzten die Eckgerüste. Anschließend wurde die Sauberkeitsschicht betoniert und die Bodenplatte eingeschalt. Den Baustahl dazu lieferte die Firma Eisen Kreiner. So konnten die Arbeiter noch vor Ostern mit zehn Kubikmetern Beton die Platte eingießen.

Am 15. Mai wurde der erste Mauerstein gesetzt und bis 12. August fast jedes Wochenende gemauert, geschalt sowie betoniert. Am 22. Juli feierten die Gebhardsreuther Kirchenpatrozinium in der alten Kapelle. Nach dem Gottesdienst zogen die Gläubigen mit Blasmusik zur Grundsteinlegung der neuen Kapelle. Baier dankte Josef Beugler für die Anfertigung des Dachstuhls. Einige Mitglieder unterstützten ihn, hobelten und strichen die Balken, Bretter und die Innendecke.

Am 16. August folgte dann das Richtfest. Als Höhepunkt bezeichnete Baier die Hebung des Turms und des Turmkreuzes auf das Dach der Kapelle. Zur Einschalung des Dachs und zum Dachdecken waren sehr viele Helfer erforderlich. Martin und Bruno Voit erledigten die kompletten Spenglerarbeiten. Die Dachdeckerarbeiten zogen sich bis 11. November hin, anschließend wurde die Baustelle winterfest gemacht.

Bisher erbrachten die Helfer 2188 Stunden in Eigenleistung ohne Bezahlung, davon 85 Maschinenstunden. An Materialien wurden bislang 22 000 Euro verbaut, darin enthalten sind Materialspenden in Höhe von 6000 Euro. Baier dankte allen Ehrenamtlichen und den Firmen für die Materialspenden und die kostenlose Überlassung von Geräten.

Schatzmeisterin Tanja Köppl legte geordnete Finanzen vor. Die Kassenprüfer Max Strigl und Reinhold Baier bestätigten einwandfreie Arbeit. Bürgermeister Hermann Ach bezeichnete Baier als "treibende Kraft" des Kapellenbaus und dankte ihm für die aufopferungsvolle Arbeit.

Einstimmig wählten die Teilnehmer Baier wieder zum Vorsitzenden. Neuer Stellvertreter ist Bruno Voit (bisher Roland Bäumler). Weitere Vorstandsposten: Ingrid Heuer (Schriftführerin), Tanja Köppl (Schatzmeisterin), Kassenprüfer Richard Schwabl (neu) und Max Strigl. Beisitzer: Angela Strigl, Herbert Simon, Hans Hierold, Christian Kindl, Martin Köppl (neu) und Christoph Baier (neu).

Entwurf für Fenster

Pfarrer Josef Most freute sich über den raschen Fortschritt der Bauarbeiten. "Da sind halt die richtigen Leute am Werk, die eine Kapelle wollen", zollte er den Initiatoren Respekt. Besonders dankte er Baier. Der Geistliche legte außerdem einen Entwurf des Neustädter Künstlers Max Fischer für die Fenster und den Altarraum vor. Baier meinte aber, dass die Kapelle erst 2016 fertig werde. Auch der Felsenkeller müsse zur Verbesserung des Ortsbilds noch in die Sanierung mit einbezogen werden.

Ach freute sich, dass in Gebhardsreuth eine neue Ortsmitte entstehe. Er bat die Mitglieder, "auch weiterhin so fleißig weiterzumachen". Bei der künstlerischen Gestaltung des Innenraums sollte ein Bezug zur alten Kapelle mit seiner denkmalgeschützten Innenausstattung hergestellt werden. Baier sprach die Werbung neuer Mitglieder an. Eine Bildpräsentation von Max Strigl über den Fortschritt des Kapellenbaus erhielt viel Beifall.
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