24 Tschassa
Pressestimmen

Mit möglichen Antworten nach den Anschlägen in Paris befasst sich die bulgarische Zeitung:

Wenn die politische Elite Frankreichs nicht endlich etwas Konkretes gegen den Feind unternimmt, riskiert sie ihren Untergang. Und dasselbe gilt für die Eliten in Brüssel und in Deutschland. Bisher haben die USA diesen Eliten suggeriert, eine Destabilisierung der arabischen Welt sei irgendwie von Vorteil für Europa. Jetzt aber ist klar, dass Europa einen hohen Preis für das Chaos zu zahlen hat und sich praktisch selbst umbringt. Deswegen sollte die Nato zunächst den Islamischen Staat (IS) im Irak und Syrien ausradieren. Der zweite Schritt wäre viel schwieriger: die Staatlichkeit im Irak, in Syrien und in Libyen wieder herzustellen. Und der Bevölkerung eine Perspektive für Frieden in Wohlstand zu geben, damit die Fluchtbewegung Richtung Europa aufhört. Und drittens müsste die Propaganda der Dschihad-Kämpfer in den islamischen Gemeinschaften Europas unterbunden werden.

De Morgen

Die belgische Zeitung kommentiert zu den Anschläge von Paris:

Es muss alles getan werden, um den Nährboden zu zerstören, auf dem potenzielle Terroristen gedeihen. Mehr Energie muss darauf verwendet werden, einen Ausweg aus dem ... Krieg in Syrien zu finden. Sicherheitsdienste müssen verdächtige Bewegungen mit noch mehr Aufmerksamkeit beobachten. ... Doch mit all diesen wichtigen Vorhaben können wir als Gesellschaft nicht der Notwendigkeit entkommen, eine echte Debatte über den Islamismus zu führen - die radikale ... Interpretation des Islams.

Dass Terroristen ihren Glauben als Vorwand für Gräueltaten missbrauchen, darf uns nicht kurzsichtig machen. Es darf uns nicht aus den Augen verlieren lassen, dass die Mehrheit der Muslime ... ihre Religion friedlich ausübt. Sie haben mit den Anschlägen in Paris so wenig zu tun wie andere unschuldige Bürger. Sie sind in mancher Hinsicht noch mehr Opfer als wir alle.
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