25 Prozent der Polizisten aus Eschenbach und Kemnath leisten beim G7-Gipfel in Elmau Dienst
Schutz bleibt bei 100 Prozent

Polizisten bei der Fahrzeugkontrolle im Raum Garmisch-Partenkirchen. Auch aus Eschenbach und Kemnath sind Beamte in Oberbayern. Bild: dpa
Eschenbach/Kemnath. (juh) Fast 20.000 Polizisten sorgen am 7. und 8. Juni für Sicherheit, wenn die Regierungschefs der G7-Staaten auf Schloss Elmau bei Garmisch tagen. Oberpfälzer Dienststellen müssen über 1000 Beamte in den Süden schicken, jede Inspektion soll 25 Prozent ihrer Beamten abstellen. Trotzdem dürfen sich Raser, Gewalttäter und Co. nicht zu früh freuen - die Chefs der Inspektionen in Eschenbach und Kemnath sind sicher, dass sie Schutz und Service für ihre Bürger aufrechterhalten können.

Es gebe für die Bürger keinen Grund zur Beunruhigung, versichert Bernhard Gleißner. "Für die Zeit des G7-Gipfels gibt es eine Urlaubssperre für die Beamten. Der Dienst- und Schichtbetrieb kann genauso weiterlaufen wie immer", versichert der Dienststellenleiter der Polizeiinspektion Kemnath. Natürlich sei es eine logistische Herausforderung, das alles so zu organisieren. "Insgesamt arbeiten 26 Polizisten in unserer Dienststelle, mit den Angestellten beträgt unsere Personalstärke 30 Leute." Bereits jetzt ist ein Beamter vor Ort in Elmau, die meisten würden allerdings erst Mitte kommender Woche zum Einsatzort fahren und nach dem Gipfel zurückkommen.

Auch Fahrzeuge musste die Dienststelle Kemnath bereitstellen. "Würde der Einsatz mehrere Wochen dauern, wäre die Situation schwieriger. Aber wir haben alles gut organisiert. Somit können wir die Zeit überbrücken", versichert Gleißner. Die Bürger müssten sich keinerlei Sorgen machen, für ihre Sicherheit ist genauso gesorgt wie immer. Die Situation sieht bei der Dienststelle Eschenbach ähnlich aus. "Wir kommen durch die Urlaubssperre gut über die Runden. Die Sicherheit ist gewährleistet, wie sonst auch", erklärt Reiner Striegl, Leiter der Polizeiinspektion Eschenbach.

Auch der Pressesprecher in Garmisch, Franz Sommerauer, betont, dass die Bürger keine Veränderungen merken werden. "Durch die Urlaubssperre werden die personellen Defizite aufgehoben. 25 Prozent des Personals abzustellen, sei auch kein Zwang gewesen. "Hätte eine Dienststelle dem nicht nachkommen können, ohne dass der Betrieb zum Stillstand gekommen wäre, hätte man sicher eine Lösung gefunden."

Schwerer als beim Personal sei es bei den Autos gewesen: Das Fahrzeugmanagement sei eine große Herausforderung gewesen, betont Sommerauer. "Natürlich brauchen die Einsatzkräfte Dienstwagen. Dass die Dienststellen weniger zur Verfügung haben, ist logisch."

Deshalb gebe es für die Dauer im Falle eines Engpasses Absprachen zwischen den Nachbardienststellen. "Sie helfen sich dann gegenseitig aus."
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