29-Jähriger soll in Syrien ums Leben gekommen sein - Vater von zwei kleinen Töchtern
IS-Kämpfer aus Neumarkt offenbar tot

So präsentierte sich der zweifache Thaibox-Weltmeister Valdet Gashi zuletzt auf Facebook. Seine Seite ist mittlerweile offline. Bild: hfz
(nt/az) Nach Medieninformationen vom Dienstag ist Valdet Gashi, der sich dem Islamischen Staat (IS) in Syrien als Kämpfer angeschlossen hatte, tot. Sein Bruder bestätigte die Meldungen. Der 29-jährige, der seine Jugend in Neumarkt verbrachte, war seit Beginn des Jahres IS-Mitglied, wie er in einem Interview zugab.

Wie sehr er die Ideologie des IS aufgesogen hatte, war auf seiner Facebook-Seite zu lesen. Er verteidigte Hinrichtungen und Versklavungen. Ob das Unterstützen des IS nicht alleine schon ein Verbrechen sei - um eine klare Aussage auf diese Frage wand sich der zweimalige Weltmeister im Thai-Kickboxen wortreich herum.

In Neumarkt gab es noch viele Bekannte, die sich nicht vorstellen konnten, wie der nette junge Mann von nebenan sich so wandeln konnte. Die Fassungslosigkeit, dass Gashi für den IS ins Feld zog, war groß. Wie Gashi ums Leben kam, ist offen. Vielleicht, wird spekuliert, sei er nicht tot, sondern abgetaucht, um für den IS unter neuem Namen aktiv zu sein. Als Todestag wird der 27. Juni angegeben.

Valdet Gashi stammt aus dem Kosovo. Im Alter von sechs Jahren kam er mit seiner Familie als Flüchtlingskind nach Neumarkt. Hier lebte er 13 Jahre. Dann zog er nach Singen in Baden-Württemberg. Dort radikalisierte er sich offenbar. Er war verheiratet und hatte zwei kleine Töchter.

Die letzten Kontakte zu seinen alten Freuden aus der Oberpfalz rissen offenbar im vergangenen Jahr ab, kurz nach der Geburt von Gashis zweitem Kind. Der Profi-Boxer betrieb vor seiner Ausreise nach Syrien eine Kampfsportschule in der Schweiz. Hier soll er nach Medieninformationen auch andere Islamisten trainiert haben, die sich ebenfalls dem IS angeschlossen haben.
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