671 Wähler stimmen dafür
Fochtnerstadl wird saniert

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Er war "etwas überrascht, aber auch erleichtert": So kommentierte Schmidmühlens Bürgermeister Peter Braun gestern Abend das Ergebnis des Bürgerentscheids zur Zukunft des Fochtnerstadls. Der wird nun generalsaniert - dafür hat die Mehrheit der 671 Wähler gestimmt.

Braun hatte eigentlich mit etwas mehr Interesse und auch mit größerer Zustimmung gerechnet: Die Frage, ob der Fochtner-stadl nur notgesichert oder generalsaniert werden soll, sei im Vorfeld schließlich ausgiebig diskutiert worden. Nicht nur im Gemeinderat. Der wollte diese Entscheidung wegen ihrer finanziellen Dimension nicht treffen - und brachte damit den Bürgerentscheid auf den Weg.

In Schmidmühlen war es der erste, oberpfalzweit erst der zweite (nach dem Ammerthal Wasser-Entscheid), der aus einem Ratsbegehren hervorgegangen ist. "Wir haben uns nicht getraut, das muss man ganz ehrlich sagen", so fasste Braun die Unsicherheit im Gemeindeparlament bei diesem Thema zusammen. Und so waren am Sonntag 1921 Schmidmühlener an die Wahlurnen gerufen. 671 gaben ihre Stimme ab, die meisten taten das persönlich in einem der beiden Wahllokale, in der Schule und in Emhof. 135 nutzten die Briefwahl.

Schon kurz nach Schließung der Wahllokale um 18 Uhr stand fest: Mit 436 Ja-Stimmen (für die Generalsanierung) war das Quorum deutlich erreicht: 385 Stimmen waren mindestens nötig, um ein gültiges Ergebnis zu erhalten. 216 Bürger waren gegen die Sanierung, 19 Stimmen ungültig. Letzteres war vor allem der Fall, weil Bürger auf ihrem Stimmzettel Forderungen notierten, die gar nicht zur Wahl standen: "Abreißen", war da beispielsweise öfter zu lesen - oder auch "repariert die Straßen". Braun zeigte sich am Ende sehr zufrieden mit dieser lokalen Bürgerentscheid-Premiere. Sie entspricht seiner persönlichen Meinung, auch wenn er sich als "absoluter Verfechter der Sanierung" im Vorfeld "bewusst zurückgehalten" hatte. Jetzt wird das Großprojekt auf den Weg gebracht - mit einer genauen Planung und dem Antrag von Fördergeld. Anfang 2017 könnte nach Brauns "vorsichtiger Schätzung" Baubeginn sein.
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