70 Straftaten: Kripo Regensburg nimmt Duo fest
Einbrüche aufgeklärt

Knapp vier Jahre bewährte sich die "Zusammenarbeit" zweier Ganoven (39 und 46), die mit 70 Einbrüchen unter anderem in Regensburg, Cham, Amberg und Neumarkt Waren und Geld im Wert von 200 000 Euro erbeuteten und dabei einen Schaden von rund 125 000 Euro hinterließen. Es war ausgerechnet das digitale Netzwerk der Freundin des Hehlers, in dem sich das dreiste Duo und der Abnehmer des Diebesgutes letztlich verhedderten.

"Alle drei Tatbeteiligten haben inzwischen gestanden und warten auf ihren Prozess", berichtete Kriminaldirektor Franz Schimpel, Leiter der Kripo Regensburg am Donnerstag. Den Beamten in der Auswertungs-abteilung für elektronische Medien, die unter anderem mit speziellen Rastern all das checken, was die Bürger des Präsidialbereiches freiwillig an Daten über sich preisgeben, war jene Dame aufgefallen, die ein elektronisches Gerät im Besitz hatte, das im Juni 2014 bei einem Gewerbeeinbruch in Regensburg weggekommen war. Arglos erzählte sie den Polizeibeamten, die plötzlich im Landkreis Regensburg vor ihrer Tür standen, dass sie jenes Gerät von ihrem Freund als Geschenk bekommen habe. Ob es sich dabei um ein geklautes Handy handelte, dessen Signale geortet worden waren, oder ob sie via Facebook den Besitz eines anderen Elektronikspielzeuges geoutet hatte, ließen die Kriminaler offen.

Zehn Kommissariate waren vier Jahre lang unter anderem mit den Ermittlungen für diese Einbruchserie befasst. Demnächst übergeben sie zehn dicke Leitzordner mit etlichen 1000 Seiten Ermittlungsakten an die Staatsanwaltschaft. Kriminaldirektor Franz Schimpel und der Chefermittler im Kommissariat für Eigentumsdelikte, Josef Ipfelkofer, nehmen den Motivationsschub aus dem Ermittlungserfolg gerne mit. Motivation für die Klärung von 1000 schweren Diebstahlsdelikten pro Jahr allein in Regensburg und 70 bis 80 Gewerbeeinbrüchen pro Monat in der Oberpfalz.
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