77-Jährige durch das geschlossene Garagentor in die Garage geschleudert
Gas- mit Bremspedal verwechselt

Symbolbild: dpa
Ammerthal. Eine 77-jährige Rentnerin wurde am heutigen Mittwoch gegen 11.10 Uhr bei einem Unglücksfall in der Kornackerstraße schwerstverletzt. Besonders tragisch hierbei ist, dass sie an ihrem Geburtstag von ihrem Bruder zwischen dessen und dem eigenen Pkw eingequetscht wurde.

Der 82-jährige Rentner war von Amberg aus nach Ammerthal gefahren, um seiner Schwester zum Geburtstag zu gratulieren. Nach dem Besuch verabschiedete er sich in der Einfahrt des Grundstücks, stieg in sein Auto, legte den Wahlhebel des Automatik-Fahrzeugs auf "R" für rückwärts und preschte unvermittelt los. Offensichtlich hatte er das Brems- mit dem Gaspedal verwechselt und prallte ungebremst gegen die Gartenmauer des Grundstücks auf der gegenüberliegenden Straßenseite.

"Durch den starken Anprall offensichtlich geschockt, stellte er den Wahlhebel auf "D", verwechselte offensichtlich erneut die Pedale und fuhr direkt vorwärts auf seine Schwester zu, die immer noch im Hof stand und durch den Unfall in Schockstarre verfallen war", berichtet Polizeisprecher Peter Krämer. Sie landete auf der Motorhaube des Subaru und wurde durch das geschlossene Garagentor in die Garage geschleudert. Sie kam zwischen dem Subaru und dem in der Garage abgestellten eigenen Mercedes zu stehen. Dieser wurde durch die Wucht des Aufpralls etwa dreieinhalb Meter nach vorne geschoben. Die 77-Jährige wurde hierbei zwischen den beiden Fahrzeugen mit den Beinen eingequetscht und schwerstverletzt.

Sie kam mit Verdacht auf mehrere Trümmerbrüche an beiden Beinen mit dem Notarzt ins Amberger Klinikum. Laut Aussage der behandelnden Ärzte besteht keine akute Lebensgefahr. Der Unfallverursacher kam ebenfalls zur medizinischen Behandlung ins Klinikum. Er stand unter Schock und klagte über ein Schleudertrauma.

Der Gesamtschaden beläuft sich nach vorsichtigen Schätzungen auf etwa 15.000 Euro. Die Feuerwehr aus Ammerthal wurde alarmiert, um die Unfallstelle auszuleuchten und bei der Bergung zu unterstützen. Das Kriseninterventionsteam wurde ebenfalls alarmiert. Die Seelsorger kümmerten sich um den Ehemann und die Familie der Schwerverletzten
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