80-Jähriger kappt Fußfessel
Aus aller Welt

Hannover.(dpa) Er humpelt, ist fast taub und wird trotz seiner 80 Jahre noch als gefährlicher Serientäter eingestuft: Weil er seine elektronische Fußfessel durchgeschnitten hat, ist ein ehemaliger Sicherungsverwahrter zu einer sechsmonatigen Freiheitsstrafe ohne Bewährung verurteilt worden. Das Amtsgericht Hannover sah es am Dienstag als erwiesen an, dass der Mann, der sein halbes Leben in Gefängnissen verbrachte, am 30. April das Befestigungsband seines Überwachungsgeräts durchtrennt und damit gegen eine Weisung der Führungsaufsicht verstoßen hat. Der schwerhörige Rentner machte einen zurückhaltenden, fast schüchternen Eindruck. Psychiatrische Gutachten bescheinigen ihm allerdings eine anhaltende Gefährlichkeit. "Sie haben eine außergewöhnliche Rückfallgeschwindigkeit trotz Ihres Alters und Ihrer Gebrechlichkeit", sagte Richterin Gesine Irskens in ihrer Urteilsbegründung.

AC/DC-Schlagzeuger verliert Berufung

Wellington.(dpa) Der langjährige AC/DC-Schlagzeuger Phil Rudd (61) bleibt vorbestraft. Der mit Suchtproblemen kämpfende Musiker hatte einem Bekannten mit Mord gedroht und war deshalb und wegen Drogenbesitzes zu acht Monaten Hausarrest und einer Geldstrafe verurteilt worden. Rudds Berufung schmetterte ein Richter in Neuseeland am Dienstag ab. Der 61-Jährige hat zudem die Auflagen seines Hausarrests verletzt und muss deshalb wieder vor Gericht. Rudd sah die Morddrohung als Bagatelle an und fand die Strafe unangemessen. Sein Anwalt argumentierte, sein Mandant habe erhebliche Einbußen gehabt, weil AC/DC ohne ihn auf Tour ging. Der Richter ließ das nicht gelten: "Es ist alles andere als klar, ob die Band Rudd zum Zeitpunkt der Tat überhaupt haben wollte, bedenkt man seine Drogensucht und seine Geistesverfassung." Die Band war schon vor der Verurteilung auf Distanz gegangen.
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