8,1 Millionen Euro für 4,2 Kilometer Straße
Hohe Akzeptanz für Umgehung

Seit Montag rollt der Verkehr an der Knopfstadt vorbei. Wer will, kann an drei Zufahrten nach Bärnau abbiegen. "Bärnau Mitte" beschreibt die Einmündung in Höhe der Griesbacher Straße. Bild: bz
Bärnau. (ws) In nur sieben Monaten Bauzeit haben die Firmen die 4,2 Kilometer lange Fahrbahn vom Steinberg nach Heimhof gezogen. Jetzt ist die Staatsstraße 2172 ein weiterer Teil der leistungsfähigen Ost-West-Achse. Die Route führt viele an Bärnau vorbei. Doch wer will, kann an drei Zufahrten in die Knopfstadt einschwenken und den Charme der Ortschaft kennenlernen - ganz ohne Verkehrslärm.

Die Belastungen gerade durch den Grenzverkehr haben in der Bevölkerung schon lange den Wunsch nach einer Umgehung aufkommen lassen. Die hohe Akzeptanz für das Straßenprojekt wollte dann auch MdL Gerhard Eck, Staatssekretär für Bau und Verkehr im Innenministerium, bei der Verkehrsfreigabe am Montag herausstellen. Natürlich stand der Dank an alle Beteiligten, Unterstützer und die Arbeiter an erster Stelle.

Rund 8,1 Millionen Euro hat das 4,2 Kilometer lange neue Stück der Staatsstraße 2172 an der Ortschaft vorbei gekostet. Eine Entlastung für den Ort, so Eck, sowie eine Verbesserung der Verkehrssicherheit. Die Bedeutung der Straße beschrieb der Staatssekretär auch in ihrer Funktion als Anbindung an die Autobahn A 93. Stück für Stück hätte die Straßenbauverwaltung den Ausbau der Route vorangebracht. Was nach dem "Mosaikstein Bärnau" nun noch fehle sei der Abschluss durch die Umgehung Plößberg. Und hier gab sich der Staatssekretär zuversichtlich, bald zum nächsten Termin in den Landkreis kommen zu dürfen.

Für Landrat Wolfgang Lippert hat die Bärnauer Umgehung auch Potenzial für die Zukunft. "Das ist ein Wirtschaftsweg in Richtung Tschechien!" Freilich gebe es auch gleich drei Zufahrten in Richtung der Grenzstadt. "Das zeigt, dass Bärnau weiter auf eine positive Entwicklung setzt", deutete der Landrat. Bei der Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur baute Lippert auf weitere Termine: "Ich hoffe, dass wir uns wiedersehen, ob in Waldershof oder Waldsassen!" Einen Dank für den Weitblick stattete Bürgermeister Alfred Stier allen Beteiligten ab. Bei der Verkehrsfreigabe hatte das Bärnauer Stadtoberhaupt aber auch die dringend notwendige Verbesserung der alten Staatsstraße durch den Ort im Blick. Die gehe jetzt zulasten der Stadt, weshalb Stier auf ein weiteres positives Ergebnis in der Zusammenarbeit mit der Straßenbaubehörde hoffte. In seinen Ausführungen dankte Stier besonders den Menschen in der Region, die viel Verständnis für die Behinderungen während der Bauzeit aufgebracht hätten.

Nicht fehlen durften an dem historischen Tag der kirchliche Segen für das Straßenbauwerk. Den spendeten Stadtpfarrer Johann Hofmann und aus Tirschenreuth der evangelische Pfarrer Ralph Knoblauch. Die Straßen verbinden Menschen seit jeher, wussten die Geistlichen. Der Segen galt nicht nur dem Bauwerk, sondern vor allem den Menschen, die auf der Straße reisen würden, "damit sie unbeschadet an ihr Ziel kommen".
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