98 Vereine geben sich die Ehre

Ausnahmezustand herrschte am Sonntagnachmittag in Großenschwand. Menschenmassen strömten in den Ort, um beim Festzug zum 125-jährigen Bestehen der Feuerwehr dabei zu sein.

Der Veranstalter legte bei der Logistik eine Meisterleistung hin. Viele Zuschauer standen an den festlich geschmückten Straßen und erfreuten sich an dem Festzug mit 98 Vereinen.

Schon früh am Morgen herrschte in dem kleinen Ort ein emsiges Treiben. Die erste Aufwartung galt Festbraut Julia Schönberger. Schirmherr Landrat Andreas Meier, die Ehrenschirmherren Bürgermeister Max Völkl und Altlandrat Simon Wittmann, der Patenverein Woppenrieth, die Ehrenpatenvereine Tännesberg und Kleinschwand marschierten mit anderen Vereinen zu den Klängen der Moosbacher Musikanten zur Dorfkapelle. Pfarrer Wilhelm Bauer zelebrierte mit Diakon Norbert Hammerl auf dem Vorplatz den Gottesdienst. Die Lesung trug Renata Götz vor, die Festkinder kümmerten sich um die Fürbitten.

"Blühende Zukunft"

"Der heilige Florian, übersetzt der Blühende, und Schutzpatron der Feuerwehr, kann uns helfen", wandte sich Pfarrer Bauer an die Mitfeiernden. "Wir wünschen euch eine blühende Zukunft", lag dem Prediger am Herzen. Zukunft seien für ihn die Menschen. Hubert Schönberger, der Verfasser der Festschrift, verlas die Namen der seit der Fahnenweihe 2007 verstorbenen Vereinsmitglieder. Der Geistliche segnete die Erinnerungsbänder der Festbraut Julia Schönberger und der Festdamen (Christine Haneder). Beide hefteten ihr Band an die Vereinsfahne, die Andreas Schönberger trug.

Viele gute Ratschläge richtete die Festbraut in ihrem Gedicht an die Feuerwehrleute. Nach den Dankesworten des Vorsitzenden Karl Kraus freute sich die Vereine auf eine frische Maß beim Frühschoppen mit den Moosbacher Musikanten im Festzelt.

Bei idealem Wetter setzte sich am Nachmittag ein großer Festzug in Bewegung. Viele Besucher hatten sich schon lange vorher einen guten Platz gesichert. Musikkapellen gaben den Takt vor. Pferdegespanne mit Ehrengästen und Pfarrer Bauer, Feuerwehr um Feuerwehr, alle zahlenmäßig stark und oft auch mit ihren hübschen Festdamen vertreten, folgten in dem langen Zug. In diesen mischten sich auch andere Gruppen als Farbtupfer sowie einige Oldtimer. "Wöi san mia? Guat san mia" war einer von vielen Sprüchen der Aktiven.

Ausklang mit Showband

Danach erlebten die Besucher einen Festbetrieb, wie ihn sich jeder Veranstalter wünscht. Kraus begrüßte jeden Verein beim Einmarsch der Fahnenträger ins Zelt, das die vielen Besucher nicht fassen konnte. Das große Kuchenbüfett der Großenschwandner Frauen ließ keinen Wunsch offen. Am Abend sorgte die Eslarner Showband für einen gelungen Ausklang. "Schade, dass alles schon wieder vorbei ist", hörte man von einigen Gästen.
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