Ab Donnerstag Behinderungen im Personenverkehr zu erwarten
Lokführer kündigen viertägigen Streik an

Der Vorsitzende der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer, Claus Weselsky mit streikenden Lokführern im Oktober 2014. Die Lokführergewerkschaft GDL lässt Bahnfahrer weiter zappeln. Foto: dpa

Die Lokführergewerkschaft GDL hat zu einem viertägigen Streik bei der Deutschen Bahn aufgerufen. Der Ausstand soll im Personenverkehr am Donnerstag (6. November) um 2 Uhr morgens beginnen, im Güterverkehr bereits an diesem Mittwoch um 15 Uhr.

Das Ende des Streiks ist für Montag, 10. November, um 4 Uhr geplant. Es ist der inzwischen sechste Streik im laufenden Tarifkonflikt und der längste seit Gründung der Deutschen Bahn AG im Jahr 1994.

Die GDL (Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer) begründete die geplante Arbeitsniederlegung mit der Weigerung der Bahn, über einen eigenständigen Tarifvertrag auch für Berufsgruppen zu verhandeln, die nicht Lokführer sind. Ein Einigungsversuch beider Seiten war am Sonntag gescheitert. Anschließend hatte die GDL weitere Arbeitskämpfe angekündigt, jedoch zunächst kein Datum dafür genannt.

Nach Darstellung der Bahn war eine Vereinbarung, wonach die GDL einen eigenständigen Tarifvertrag für Zugbegleiter erhalten sollte, am Sonntag fast schon unterschriftsreif. Die GDL-Spitzengremien lehnten den Vorschlag jedoch ab. Letztlich wäre die Verhandlungsmacht für die Zugbegleiter bei der konkurrierenden Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) geblieben, lautete die Begründung.