Ab Donnerstag Blitzmarathon

Raser können sich ab Donnerstag nicht sicher fühlen. Bundesweit startet die Polizei an diesem Tag den bundesweiten dritten "24-Stunden-Blitzmarathon".

Behörden und Polizei wollen damit die Hauptunfallursachen im Straßenverkehr bekämpfen: Überhöhte Geschwindigkeit sei noch immer die häufigste Unfallursache, heißt es aus dem Verkehrsministerium. Sie habe im vergangenen Jahr 193 Menschen das Leben gekostet. In Bayern wird aber nicht nur einen Tag, sondern eine ganze Woche lang vermehrt geblitzt. "Unser Ziel ist, das Problembewusstsein der Autofahrer für zu hohe Geschwindigkeit zu schärfen", erklärte Verkehrsminister Joachim Herrmann (CSU).

"Es geht nicht darum, möglichst viel Geld in die Kassen zu spülen, sondern das Thema wieder in die Köpfe zu bekommen", sagte ein Ministeriumssprecher. Deswegen werden alle Messstellen vorab veröffentlicht. Raser sollen gleich angehalten und ermahnt werden. Rund 2000 Polizisten an mehr als 2200 Messstellen kommen zum Einsatz. Vergangenes Jahr wurden so rund 26 400 Raser in Bayern aus dem Verkehr gezogen. Bundesweit waren es 93 000 Raser. Neben Extremfällen wie einem Motorradfahrer, der im niederbayerischen Hengersberg mit Tempo 197 erwischt wurde, kommen auch Pendler ins Visier der Polizisten.

Am Freitag werde die Aktion aus Rücksicht auf die Trauerfeier für die Opfer des Germanwings-Absturzes unterbrochen. Gewöhnliche Kontrollen können jedoch weiterhin stattfinden. (dpa/räd)

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Alles Messstellen in der Region und weitere Informationen im Internet: www.oberpfalznetz.de/blitzermarathon
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