Ablehnung zu Gas-Forderungen

Horst Seehofer sieht sich in einer für die CSU zentralen Frage der Energiewende einer breiten Front gegenüber. Die ganz große Mehrheit der anderen Bundesländer will nicht für neue Gaskraftwerke in Bayern mitbezahlen.

Nur Hessen bleibt neutral. "Der Vorschlag ist interessant, berührt uns aber nicht", sagte Regierungssprecher Michael Bußer in Wiesbaden. Überall sonst dagegen Ablehnung: Die Energiewende sehe vor, "nach und nach unsere Energiewirtschaft auf erneuerbare Energien umzustellen", sagt Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD). "Gaskraftwerke auf der Basis hoher Subventionen passen dazu nicht." Ähnlich skeptisch ist das Echo aus Düsseldorf. Wirtschaftsminister Garrelt Duin (SPD) zieht das Fazit: "Seehofer allein zu Haus." Baden-Württemberg wirft Seehofer vor, mit seiner Forderung den süddeutschen Interessen zu schaden. "Das bedeutet nicht nur für Deutschland, sondern für ganz Süddeutschland höhere Strompreise zu Lasten der Verbraucher", sagt Regierungssprecher Rudi Hoogvliet. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) erklärte am Dienstag : "Wenn jetzt auf Ebene der Bundesländer über Energieautarkie nachgedacht wird, heißt das, es müssen neue Subventionen durch den Steuerzahler her." (dpa)
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