Abmahner: Gang nach Karlsruhe
Aus der Region

Amberg/Schwandorf. (hou) Nun soll in Karlsruhe entschieden werden. Die Staatsanwaltschaft Amberg hat sich mit einem Revisionsbegehren an den Bundesgerichtshof gewandt, nachdem in der Vorwoche (wir berichteten) drei Männer aus dem Kreis Schwandorf vom Vorwurf des schweren Bandenbetrugs freigesprochen worden waren. Das soll jetzt der BGH überprüfen. Bei dem mehrtägigen Prozess vor der Ersten Strafkammer des Landgerichts saßen ein Rechtsanwalt und zwei ehemalige IT-Unternehmer auf der Anklagebank. Die beiden Ex-Firmeninhaber hatten den Advokaten damit beauftragt, über 600 sogenannte Abmahnbriefe an bundesweit niedergelassene Mitbewerber zu schreiben. Das tat der Jurist, wobei er pro Brief 265 Euro Gebühren von den Abgemahnten verlangte.

Viele der Leute zahlten nicht. Immerhin aber kamen rund 30 000 Euro auf das Anwaltskonto. In dem Verfahren war es nun primär um die Frage gegangen, ob sich die drei Männer das Geld teilten. Davon war die Staatsanwaltschaft bis zum Schluss überzeugt. Sie hatte jeweils drei Jahre Haft für die Beschuldigten verlangt. Die Kammer entschied allerdings auf Freispruch. Sie hielt dabei eine Teilung des Geldes nach umfangreicher Beweisaufnahme für nicht nachweisbar.

Fünf neue OP-Säle für Spezialklinik

Schwandorf-Lindenlohe. (tib) An der Asklepios Orthopädische Klinik Lindenlohe (Kreis Schwandorf) entstehen für rund 23,7 Millionen Euro fünf neue Hochleistungs-OP-Säle. Das teilte Asklepios am Dienstag mit. Die Flächen der bisherigen drei OP-Säle werden für die Erweiterung und Modernisierung der Intermediate Care-Station (IMC) mit Aufwachraum gebraucht. "Wir bieten medizinisch höchste Qualität, nun müssen wir auch mit der Klinikinfrastruktur nachziehen", erklärt Geschäftsführer Marco Woedl die Maßnahme. Die Planungen sind bereits abgeschlossen, der Baubeginn ist für 2016 geplant.

Brückner&Brückner mit bestem Entwurf

Freising/Tirschenreuth.(KNA) Auf dem Freisinger Domberg ist am Dienstag der Siegerentwurf im Architekturwettbewerb für die Neugestaltung des Diözesanmuseums des Erzbistums München und Freising vorgestellt worden. Der erste Preis ging an Brückner & Brückner in Tirschenreuth. Der Entwurf behandle mit Respekt die unter Denkmalschutz stehende Bausubstanz aus dem Spätklassizismus, erläuterte der Vorsitzende des Preisgerichts, Wolfgang Riehle, die einstimmig erfolgte Entscheidung. Darin werde unter anderem statt der derzeitigen Holzdecke im Atrium ein transparentes Dach vorgesehen. Das Museum war im Juli 2013 geschlossen worden.
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