Älteste Bürgerin des Markts

Jubilarin Barbara Betz (vorne, Mitte) freute sich über die Glückwünsche von Pfarrer Josef Matys (von links), Frauengruppen-Vorsitzender Martina Maier, Lotte Hofmann von der Senioren-Union, Bürgermeister Anton Kappl, Ehrenkreisbäuerin Roswitha Scheidler, ihrem Neffen Georg Bruckner und Diakon Wolfgang Reuther. Bild: sl

Zwischen Urenkel Jonathan und seiner Uroma Barbara Betz liegt fast ein ganzes Jahrhundert. Am Mittwoch feierte die Senioren ihren 99. Geburtstag. Vielen Lesern des "Neuen Tags" ist sie unter dem Kürzel (bb) bekannt.

Barbara Betz konnte es fast selber nicht glauben, dass sie schon ihren 99. Geburtstag feierte. In geistiger Frische empfing sie die vielen Gratulanten im Eleonore-Sindersberger-Seniorenheim in Weiden. Stolz trug die Jubilarin dabei das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten.

Spenden für Anja Spitzner

Statt Geschenke bat sie um Spenden für die Hilfsaktion "Anja will leben", da ihre noch einzig lebende Schwester Berta Spitzer (89 Jahre) die Oma von Anja Spitzner ist. Alle Gäste waren bereit, in eine kleine Box ihr "Geschenk" zu geben, hatten aber noch Präsente für die Jubilarin dabei.

Barbara Betz wurde am 25. Februar 1916 als achtes Kind von elf im "Weberanwesen" der Eheleute Bruckner in Glaubendorf geboren. Arbeit war von Kindesbeinen an stets ihr Lebensinhalt, so im elterlichen Anwesen und ab 1943 durch die Heirat mit Johann Betz in Döllnitz. Sie kümmerte sich um die Erziehung der beiden Töchter und half in der Landwirtschaft. Außerdem arbeitete sie in der Poststelle, die in ihrem Haus untergebracht war. Zudem war die Familie Betz eine der ersten in der Region, die Urlaub auf dem Bauernhof anboten. Für den "Neuen Tag" schrieb sie viele Jahre unter dem Kürzel (bb)

Die Jubilarin übte viele Ehrenämter wie Ortsbäuerin, Schriftführerin im Pfarrgemeinderat und Agentur des Bistumsblatts aus. Bei weltlichen und kirchlichen Festen war sie als Köchen aktiv. Zudem ist sie Mitglied bei der Frauengruppe Döllnitz, beim OWV, der CSU sowie bei der CSU-Seniorenunion und beim Verband der landwirtschaftlichen Fachschulabsolventen. Auch schwere Zeiten bewältige sie. Während des Zweiten Weltkriegs musste ihr Mann an die Front. Er kam erst Ende Oktober 1947 aus französischer Gefangenschaft heim. Bereits im November 1977 musste sie ihn zur letzten Ruhestätte begleiten.

Lourdes schon besucht

Zum Geburtstag war Bürgermeister Anton Kappl gekommen, um der ältesten Bürgerin des Markts Leuchtenberg zu gratulieren. Außer einer Spende übergab er noch eine Flasche "Lourdes-Wasser". "Dort war ich schon 1978", sagte sie. Von der Pfarrei St. Josef gratulierte Pfarrer Josef Matys. Und von der CSU-Seniorenunion schaute stellvertretende Kreisvorsitzende Lotte Hofmann vorbei.

Auch Ehrenkreisbäuerin Roswitha Scheidler wünschte der ehemaligen Ortsbäuerin alles Gute. Für die Frauengruppe war Vorsitzende Martina Maier mit einer Abordnung vertreten. Viele Verwandte waren gekommen, um mit der Tante und Patin zu feiern, ebenso ihre Töchter Rosemarie Kubischok und Sieglinde Schärtl mit ihren Familien. Bereits am Faschingswochenende war ihr erster Urenkel Jonathan (fünf Monate) aus Berlin mit seinen Eltern gekommen, um seine Uroma zu gratulieren. "Dass ich das noch erleben durfte", freute sie sich.
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