Aigner: Mit Kombi-Lösung gegen Stromlücke

Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) steuert im Streit um die künftige bayerische Stromversorgung und den Bau neuer Stromtrassen auf einen Kompromiss zu. Im Rahmen von Aigners Energiedialog hat sich mittlerweile zum zweiten Mal die Arbeitsgruppe zur Versorgungssicherheit getroffen. Dabei ging es um die Frage, wie im kommenden Jahrzehnt die erwartete Kapazitätslücke von 5 Gigawatt in der Stromversorgung geschlossen werden könnte.

Die Sitzung habe gezeigt, dass keine der diskutierten Möglichkeiten allein in der Lage sei, die Probleme zu beseitigen, sagte Aigner. Weder ausschließlich dezentrale Blockheizkraftwerke, noch zusätzliche Gaskraftwerke, noch Leitungen allein reichten allein aus. "Es zeichnet sich ab, dass wir die bestmögliche Kombination der verschiedenen Lösungsoptionen brauchen."

Damit lässt Aigner die Option für den Bau neuer Höchstspannungstrassen offen. Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) hatte die Notwendigkeit neuer Trassen mehrfach bezweifelt. Doch dagegen regt sich in der Partei mittlerweile offener Widerstand zumindest einzelner Mitglieder. Auf dem CSU-Parteitag am kommenden Wochenende in Nürnberg könnte es Streit um das Thema Energie geben.
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