Aigners Profil

Aigners Profil Wer Ministerpräsident werden will, braucht ein Profil - und wenn es eins bei Facebook ist. Das hat Ilse Aigner erkannt. Als sie in Berlin noch Verbraucherschutzministerin war, kündigte sie mit großem Tamtam ihren Facebook-Auftritt, um gegen den laschen Datenschutz bei dem US-Anbieter zu protestieren. Jetzt ist die Wirtschaftsministerin Aigner für Digitalisierung der Unternehmerschaft zuständig - da sieht es blöd aus, wenn sie dem digitalen Riesen weiter die kalte Schulter zeigen
Wer Ministerpräsident werden will, braucht ein Profil - und wenn es eins bei Facebook ist. Das hat Ilse Aigner erkannt. Als sie in Berlin noch Verbraucherschutzministerin war, kündigte sie mit großem Tamtam ihren Facebook-Auftritt, um gegen den laschen Datenschutz bei dem US-Anbieter zu protestieren. Jetzt ist die Wirtschaftsministerin Aigner für Digitalisierung der Unternehmerschaft zuständig - da sieht es blöd aus, wenn sie dem digitalen Riesen weiter die kalte Schulter zeigen würde. Ihre kritische Haltung gegenüber der Datenkrake streift sie jedoch nicht ab. Die Rückkehr zu Facebook gestaltet Aigner nur über eine Fan-Seite. Ein privates Profil legt sie sich nicht mehr zu. (jum)

Ansichtssachen

Alexander König (CSU) und Sepp Dürr (Grüne) verbringen gerade viel Zeit miteinander. Freiwillig würden sie das wohl eher nicht tun, aber ihre Arbeit im Untersuchungsausschuss "Labor" zwingt sie dazu. Obwohl sie dabei stundenlang dieselben Akten lesen und dieselben Zeugen hören, könnte man meinen, sie wohnten verschiedenen Veranstaltungen bei. Das wurde nun in Interviews deutlich. Während König darin auf Fragen nach Behördenpannen oder einer politischen Einflussnahme auf die Ermittlungsverfahren gegen den Laborarzt Bernd Schottdorf nur knapp antwortet, er habe dafür bisher keine oder nur wenig belastbare Hinweise gefunden, sprudelt es aus Dürr nur so heraus. Er sieht sich eindeutig einem Behörden-, Justiz- und Finanzskandal auf der Spur. (jum)

Lärm um Laub

"Der Mai ist gekommen, die Bäume schlagen aus" heißt es im Volkslied. Der SPD-Abgeordnete Florian von Brunn hat dagegen schon wieder das fallende Laub im Blick. Dem nämlich versuchen im Herbst immer mehr Städte und Gemeinden mit lärmenden Laubbläsern Herr zu werden. Dass diese eine in jeder Hinsicht ziemlich miese Öko-Bilanz haben, hat von Brunn nun schwarz auf weiß aus dem Umweltministerium. Oft unzulässig laut seien die Geräte, hätten unnötigen CO2-Ausstoß und schadeten Kleinlebewesen im Boden. Von Brunn appelliert deshalb an Bayerns Bürgermeister, eine traditionelle Alternative zu nutzen: den Rechen. (jum)
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