Aktienhändler sprechen von "schwarzem Montag"
Börsensturz in Athen

Steil bergab ging es am Montag an der griechischen Börse. Die Verluste beliefen sich zu Beginn der Handelszeit auf 23 Prozent und pendelten sich am Nachmittag auf 17 Prozent ein. Bild: dpa
Mit einem massiven Kurssturz um fast 23 Prozent hat die griechische Börse nach gut einem Monat Zwangspause ihren Handel wieder aufgenommen. Börsenmakler sprachen von einem schwarzen Montag. Die meisten Experten hatten die dramatische Reaktion allerdings erwartet. "Die Börse wird Druck bekommen", sagte der Präsident des Kapitalmarkt-Komitees, Kostas Botopoulos.

"Die Börse zeigt, was wir Anleger von der Wirtschaftslage halten", sagte ein altgedienter Börsenmakler. Alle Aktien waren mittags auf Rot. Sogar Unternehmen wie die Elektrizitätsgesellschaft DEI und das Glücksspielunternehmen Opap nahmen schweren Schaden. Für Transaktionen an der griechischen Börse gelten Einschränkungen: Anleger, die ihr Geld bei griechischen Banken haben, können bis auf weiteres nur dann Aktien kaufen oder verkaufen, wenn sie dafür Geldmittel aus dem Ausland verwenden oder Bargeld anlegen, erklärte Botopoulos.

In Griechenland litten am Montag nicht nur die Anleger. Die Kassenärzte behandelten Patienten nur noch gegen Bargeld. Der Staat bezahlt sie nach Angaben ihres Verbandes seit Februar nicht mehr.
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