Akute Waldbrandgefahr

Neben zu erwartenden Ernte-Einbußen warnt Ely Eibisch, Obmann des Bayerischen Bauernverbandes im Landkreis Tirschenreuth, vor der akuten Wald- und Feldbrandgefahr: "Wir müssen alle Bürger derart sensibilisieren, dass weggeworfene Zigaretten oder Flaschen momentan verheerende Folgen haben können." Große Flächen könnten blitzschnell in Brand gesetzt werden. Schon seit Mai mangele es an Niederschlag.

Im Landkreis seien von April bis August 258 Milliliter pro Quadratmeter normaler Durchschnitt. Aktuell seien nur 133 Milliliter pro Quadratmeter gemessen worden. "Das macht uns zur Notstandregion und ökologische Vorrangflächen dürfen auch zu Futterzwecken genutzt werden." Die Böden seien derart ausgetrocknet, dass man in die sieben bis acht Zentimeter tiefen Risse mit der ganzen Hand langen könnte.

"Ich komme gerade von unseren Wiesen und es wird immer schlimmer: Erste Abschnitte beginnen zu verdorren", sagt Eibisch. Regen sei dringend notwendig, allerdings ohne Unwetter mit Begleiterscheinungen wie Sturmböen oder Hagel. Eibisch: "50 bis 80 Liter pro Quadratmeter würden für's Erste helfen - aber nicht wenn sie innerhalb einer Stunde fallen. Dazu ist der Boden einfach schon zu ausgetrocknet." (fle)
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