Akzeptabler Nutzungsvertrag gestaltet sich schwierig

Klaus Schuster (Dritter von links) wurde bei der Hauptversammlung des Heimatvereins Hohenthan zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Georg Kick (Vierter von links) wurde für 50 Jahre Treue zum Verein geehrt. Mit auf dem Bild, Schriftführer Werner Weidl und zweiter Vorsitzender Klaus Meindl (von links) sowie Kassier Reinhard Höcht und Vorsitzender Adalbert Heldwein (von rechts). Bild: bir

Altes und Neues sinnvoll vereinen, pflegen und weiterentwickeln, Traditionen und Brauchtum erhalten und nicht zuletzt die Verschönerung des Dorfes und der Landschaft, sind unter anderem wesentliche Aufgaben und Ziele des Heimatvereins Hohenthan.

In der Jahreshauptversammlung im Gasthof Reuschl bezeichnete Vorsitzender Adalbert Heldwein das Jahr 2014 als turbulentes, aber auch als ein gutes Vereinsjahr, das viele Veränderungen mit sich brachte. Ein Jahr, in dem in der ersten Vorstandssitzung die Aufgaben des neu gewählten Vorstands neu geordnet wurden.

Stolperstellen beseitigt

Im April wurde einstimmig beschlossen, das traditionelle Backofenfest nach 25 Jahren erstmals in den Pfarrstadel und Pfarrhof zu verlagern. Heldwein: "Wie ein roter Faden zog sich bis in den Juli hinein diese schwierige Thematik. Das schwierigste daran sei die Gestaltung und Ausarbeitung eines für alle Beteiligten akzeptablen Nutzungsvertrages, der bis heute nicht vorliegt.

Damit das Backofenfest im August problemlos stattfinden konnte, mussten allerdings durch freiwillige Helfer in Eigenleistung noch einige Stolperstellen beseitigt und an manchen Stellen Frostschutz eingearbeitet werden. Im Vordergrund stand im abgelaufenen Vereinsjahr vor allem wieder die Pflege und die Erhaltung traditioneller Bräuche. Dazu, so Heldwein, gehöre unter anderem das Maibaumaufstellen. Gerade dieser alte Brauch sei sehr arbeitsintensiv, was Vorbereitung und Ausführung anbelange. Streu holen, Maibaum umsägen und transportieren, Kranz- und Girlandenbinden und schließlich das Aufstellen.

Er bedankte sich hier besonders bei den Bayerischen Staatsforsten für die Großzügigkeit und Unkompliziertheit und bei Gerhard Völkl für das Fällen des Baumes. Für die Pflanztröge musste von Alfons Meindl wieder neue Blumenerde, die die Firma Ziegler kostenlos zur Verfügung stellte, geholt werden. Das Anpflanzen der Blumentröge wurde von Rita Frank, Gertraud Höcht, Marion Schuster und Roswitha Walter durchgeführt.

Im Oktober wurde eine Wanderung nach Iglersreuth durchgeführt. Mit tatkräftiger Unterstützung der jungen Mannschaft des Vereins, Marco und Tobias Frank, Patrick Mauerer, Christian Walter und Peter Weidl, wurden 95 Nistkästen, darunter Staren- und Meisenkästen und spezielle für Halbhöhlenbrüter gebaut und beim Weihnachtsmarkt in Hohenthan verschenkt. Leider, so Heldwein, musste auch in diesem Jahr die Waldweihnacht an der Wurzelbrunnenhütte wegen des schlechten Wetters abgesagt werden.

Der Vorsitzende sagte, dass es für den Vorstand stets eine große Ehre sei, langjährige Vereinsmitglieder auszuzeichnen. Für 50 Jahre Treue zum Verein zeichnete er Konrad Haberkorn und Georg Kick aus. Seit 25 Jahren gehören Elfriede Franz, Willibald Franz, Peter Beer, Lothar Schicker und Günther Zwerenz dazu.

Besondere Ehre wurde Klaus Schuster zuteil, er ist jetzt Ehrenvorsitzende. Schuster ist seit dem 1. Januar 1970 beim Verein. 1971 wurde er zweiter Vorsitzender. Ab 1973 lenkte er als Vorsitzender 40 Jahre lang die Geschicke des Heimatvereins.

Verein geprägt

Heldwein lobte, dass Schuster den Verein maßgeblich geprägt und weiterentwickelt habe. Unter seiner Regie wurde der Kinderspielplatz in Eigenbau errichtet, der Backofen renoviert, das Backofenfest initiiert, Pflanzaktionen im ganzen Dorf durchgeführt, der Friedhof mit Linden bepflanzt und der neue Brunnen am ehemaligen Schulhaus errichtet.
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