Alkohol-Mythen

Es gibt schon abenteuerliche Theorien dazu, wie sich Betrunkene doch noch vor einem Totalabsturz retten können. Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen erklärt ihren Wahrheitsgehalt.

Brot saugt den Alkohol auf: Wäre schön, stimmt aber nicht. Denn der Alkohol gelangt vom Magen in die Blutbahn - und da kann ein Stück Brot wenig ausrichten. Allerdings ist Alkohol zum Essen verträglicher, weil man so langsamer trinkt.

Von Kaffee wird man nüchterner: Zwar beschleunigen Kaffee und auch Energy-Drinks den Puls, so dass man sich vielleicht fitter fühlt. Den Alkoholgehalt im Blut senken sie aber nicht.

Mixgetränke machen nicht so betrunken wie Schnaps: Den Körper interessiert nicht die Verpackung, sondern nur, was an Alkohol ankommt. Die Gefahr, zu viel zu trinken, ist bei Schnaps größer. Mixgetränke schmecken oft kaum nach Alkohol und werden deshalb unterschätzt.

Wer mehr wiegt, verträgt auch mehr: Diese Annahme stimmt sogar. Das heißt aber nicht, dass schwerere Menschen bedenkenlos trinken können. Denn wie der Körper Alkohol verträgt, hängt von Faktoren wie Befinden, Gewöhnung und Essen ab.

Überschüssiger Alkohol wird mit dem Urin ausgeschieden: Der Alkohol gelangt in den Blutkreislauf, bevor die Getränke in der Blase landen. Es hilft also nur eins: weniger trinken. (dpa)
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