Alle fünf Jahre wird Erinnerung an Grenzöffnung wach
Fröhliches Treffen

Mit einem bunten Programm feierten die Partner den 25. Jahrestag der Grenzöffnung. Im Gemeindehaus freute sich Silvie Zimová als Sprecherin der Promenhofer Bürger über viele Gäste. Alle fünf Jahre laden sich die Gemeinden zum Freundschaftsfest ein.

Viel Applaus erhielten die "Majoretten" und ein junges Tanzpaar, aber auch Flötistinnen und andere junge Musiker. Die Tanzgruppe der "Rosamunde" musste wegen mehrerer Krankheitsfälle kurzfristig absagen. Die Blaskapelle Großkonreuth unter der Leitung von Michael Schweimer sorgte für die musikalische Umrahmung des zweistündigen offiziellen Teils - obwohl sie abends eine eigene Veranstaltung hatte. Dazu gab es Kaffee und Kuchen, böhmisches Gebäck und kleine Brotzeiten. Am Abend spielte eine tschechische Band auf.

Die Freunde auf böhmischer und bayerischer Seite tauschten Erinnerungen aus. Viele waren schon 1990 dabei, als der Schlagbaum aufging. Vor allem die Älteren hatten viel zu erzählen, von den Zeiten des Eisernen Vorhangs, aber auch von den guten Kontakten vor der hermetischen Abriegelung. Da wurde zum Einkaufen nach Promenhof gegangen oder am Sonntag in die Kirche nach Mähring, da wurde der Tabak in Böhmen gekauft, weil er dort billiger war - und beim Friseurbesuch gab es noch einen Wodka dazu.

Die Grenzöffnung war viele Jahre ein großer Wunsch. Bei den ersten Gesprächen am 4. März 1990 am Schlagbaum konnten die Beteiligten kaum fassen, es so weit geschafft zu haben. Überwältigend waren dann die beiden Probetage der Grenzöffnung ohne Visum.
Weitere Beiträge zu den Themen: Mai 2015 (7904)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.