Allerheiligen:
Totengedenken

Am Sonntag, 1. November, schmücken Katholiken ihre Gräber mit Grün, segnen sie mit geweihtem Wasser und stellen Kerzen auf. Sie drücken damit ihre Zuversicht aus, dass die Menschen nach dem Tod in der Gemeinschaft mit Gott sind.

Das ursprünglich als Frühlingsfest nach Pfingsten gefeierte Allerheiligen wird seit dem 9. Jahrhundert jedes Jahr am 1. November begangen.

Allerseelen: Das eng mit Allerheiligen verbundene Fest am Montag, 2. November, ist der eigentliche Totengedenktag der katholischen Kirche. Gläubige stellen "Seelenlichter" auf Gräber und beten für Seelen im Fegefeuer, die nach Auffassung der Kirche noch keine volle Gemeinschaft mit Gott erreicht haben. Sie leisten Fürbitten und schmücken Gräber. Eingeführt wurde der Tag im Jahr 998 von Odilo, dem Abt des Klosters Cluny (Frankreich).

Totensonntag: Die Reformatoren lehnten den katholischen Seelenkult ab und strichen das Allerseelenfest aus dem Feiertagskalender der evangelischen Kirchen. Um für Protestanten einen Totengedenktag zu haben, rief 1816 König Friedrich Wilhelm III. in Preußen den Totensonntag ins Leben. Der auch Ewigkeitssonntag genannte Tag wird am Sonntag vor dem ersten Advent begangen, 2015 am Sonntag, 22. November. (dpa)
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