Alles in Personalunion
Angemerkt

Diejenigen, die zurückgelassen werden von den großen Lebensmittelkonzernen, rücken enger zusammen. Sie machen aus der Not eine Tugend, übernehmen selbst Verantwortung - und gründen einen Dorfladen. Der Bürger wird zum Unternehmer, wird zum Teilhaber, wird zum Kunden - alles in Personalunion sozusagen.

Das Modell der Genossenschaft, das für viele Anhänger einer liberal orientierten Wirtschaft überholt zu sein schien, erfährt auch durch die Dorfläden eine Renaissance. Wer von der Gesellschaft profitieren will, wer von ihr etwas bekommt, der soll und muss ihr auch etwas geben. Nur dann profitieren beide davon: der Einzelne und die Gesellschaft. Dorfläden praktizieren diesen Grundsatz. So einfach und effektiv wie es nur geht.

alexander.raedle@derneuetag.de

Hintergrund Betreibermodelle für Dorfläden

Die Betreibermodelle sind vielfältig. Sie haben aber alle eine Gemeinsamkeit: Die Bürger selbst bringen sich ein und beteiligen sich als Teilhaber. In Utzenhofen hat sich eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts gegründet. In Altendorf (Kreis Schwandorf) eine Genossenschaft. Und in Gleiritsch hat sich eine "Unternehmergesellschaft" (UG) gegründet, deren Hauptgesellschafter die Gemeinde ist. Daneben haben sich 113 stille Gesellschafter eingebracht. "Bürger, Vereine und Firmen", wie Geschäftsführer Anton Brand erklärt. (räd)
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