Alles nur Kultur

Alles nur Kultur Der Stadtrat schnürte ein rund 250 Millionen Euro teures "Kulturpaket". Beschlossen wurde, den neuen Konzertsaal für 50 Millionen Euro neben die Meistersingerhalle zu bauen. Er soll ab 2022 als Ausweichstätte für das Opernhaus dienen, das für 100 Millionen Euro saniert werden muss. Wenn die Sänger und Musiker dann wieder in die erneuerte Oper zurückkehren, ist der Konzertsaal nach der Zwischennutzung wieder "zurück zu bauen". Oberbürgermeister Ulrich Maly (SPD) betonte, dass es
Der Stadtrat schnürte ein rund 250 Millionen Euro teures "Kulturpaket". Beschlossen wurde, den neuen Konzertsaal für 50 Millionen Euro neben die Meistersingerhalle zu bauen. Er soll ab 2022 als Ausweichstätte für das Opernhaus dienen, das für 100 Millionen Euro saniert werden muss. Wenn die Sänger und Musiker dann wieder in die erneuerte Oper zurückkehren, ist der Konzertsaal nach der Zwischennutzung wieder "zurück zu bauen". Oberbürgermeister Ulrich Maly (SPD) betonte, dass es sich um einen reinen Konzertsaal handeln wird, nicht um eine "Multifunktionsarena". CSU-Fraktionschef Sebastian Brehm wusste noch einen Superlativ drauf zu setzen und sprach von einem "Konzertsaal der Spitzenklasse für Weltorchester". (gük)

Alles nur Ehre

Das Ehrenamt steht bei Nürnbergern hoch im Kurs: Derzeit engagieren sich 22 Prozent freiwillig für eine gute Sache. Eine Umfrage unter 4700 Bürgern durch das städtische Amt für Stadtforschung und Statistik gibt weiter Anlass zur Freude: Fast die Hälfte der Befragten kann sich vorstellen, sich künftig (noch mehr) einzubringen. Die meiste Beteiligung gibt es im "kirchlichen oder religiösen Bereich" (26 Prozent), gefolgt von den Gebieten "Freizeit und Geselligkeit" (22), "Sport und Bewegung" (20) sowie "Schule und Kindergarten" (16 Prozent). Interessant: Keine Altersgruppe bringt sich stärker ein als 18- bis 24-Jährige. Die Analyse schließt mit dem beachtlichen Satz: Der oft diskutierte Verfall solidarischer Werte ist in Nürnberg nicht festzustellen. (gük)

Alles nur Radler

Keine Angst: Größe oder Gewicht werden nicht festgehalten. Das Gerät zwischen Königstor und Marientor misst nur den Radverkehr. Die Ergebnisse des bayernweit ersten Eco-Barometers erfreuen den Baureferenten Daniel Ulrich : "In der Spitze hatten wir am Tag 3500 bis 4000 Radler!" Warum der Aufwand? Um zu beweisen: Viele Nürnberger sind tatsächlich mit dem Drahtesel unterwegs. Oft gab es Kritik an der Auszeichnung "fahrradfreundliche Stadt" durch die Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen. Die AGFK unterstützte die Installation des Eco-Barometers (16 000 Euro) finanziell nun sicher auch, um die Ehrung zu rechtfertigen. Aber, so Ulrich: "Wir sind noch auf dem Weg. Der Wille ist da, das Ziel noch nicht!" (gük)
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