Alles nur Müll

Bürgermeister Christian Vogel "schwillt der Kamm", sobald er irgendwo Rauch aufsteigen sieht. Rund 15 Tonnen Freizeitmüll mussten seine städtischen Mitarbeiter 2014 abräumen. Und der stinkt den Reinigungskräften zum Himmel. Viele Grillfreunde lassen nämlich, nach ihren üppigen Gelagen, den Dreck einfach in den Grünanlagen zurück. Auch die Mülleimer, zum Beispiel im Pegnitztal, quellen über. Und es sind unzählige Einweggrills zu entsorgen. Zum Vergleich: In einem Mehrfamilienhaus mit 30 Einwohnern fallen jährlich 15 Tonnen Abfall an. "Wir unterstützen gern, wo wir können", erklärt der Erste Werksleiter vom Service Öffentlicher Raum (Sör). "Aber wir sind nicht die Erfüllungsgehilfen nach dem Motto: ,Macht mal den Dreck weg'". (gük)

Alles nur Gebühr

Was anderswo ausgegeben wird, muss auch wieder gespart werden. Deshalb legt die Stadt ein neues Sparpaket über 6,6 Millionen Euro auf. Finanzreferent Harald Riedel nannte im Finanzausschuss einige Eckpunkte: "Die Materialbeschaffung der Dienststellen wird zentralisiert." Hier könne man einige Millionen einsparen. Nachdem die Fahrpreise für Busse und Bahnen im Verkehrsverbund ab 1. Januar 2016 erneut um durchschnittlich 3,11 Prozent erhöht werden, fließt auch hier mehr Geld. Schade wäre es, wenn in der Stadtbibliothek wieder Jahresgebühren verlangt werden müssten. Nach dem Neubau verzichtete man darauf und gewann viele neue Leser. (gük)

Alles, nur nicht Sex

Bei mehr als 30 Grad Sommerhitze machen Männer offenbar schlapp. Seit Wochen stagniere die Nachfrage in Sachen Liebesdienste, berichtet eine Nürnberger Tageszeitung. In Lokalitäten wie der Frauentormauer oder in über 500 "Terminwohnungen" in Nürnberg, Fürth, Erlangen und Umgebung klagen Prostituierte über Umsatzausfälle. Für junge Frauen aus Ungarn, Rumänien und Bulgarien brechen in heißen Wochen "schlimme Zeiten" an. Sie müssen an "Wirtschafter", so heißen Zuhälter heute, enorme Summen für Zimmer, Handtücher und Kondome zahlen. Den Schulden folgen schwere Repressalien, sagt Betreuerin Z., die ihren Namen nicht in der Presse lesen will: "Wenn keine Gäste kommen, rutschen die Frauen schnell ins Minus." (gük)
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