Alptraum TV

Alptraum TV Wenn der Durchschnittsbürger abends nach Hause kommt, fläzt er sich gerne in den Wohnzimmersessel, schaltet die Glotze an und lässt sich mehr oder minder geistreich berieseln. Horst Seehofer ist da anders. Vergangene Woche sahen 3,45 Millionen Menschen das Interview der Fernseh-Talkerin Anne Will mit Kanzlerin Angela Merkel zur Flüchtlingskrise - Seehofer war nicht darunter. Auf eine generelle Abneigung gegenüber der Chefin der Schwesterpartei dürfe daraus aber nicht
Wenn der Durchschnittsbürger abends nach Hause kommt, fläzt er sich gerne in den Wohnzimmersessel, schaltet die Glotze an und lässt sich mehr oder minder geistreich berieseln. Horst Seehofer ist da anders. Vergangene Woche sahen 3,45 Millionen Menschen das Interview der Fernseh-Talkerin Anne Will mit Kanzlerin Angela Merkel zur Flüchtlingskrise - Seehofer war nicht darunter. Auf eine generelle Abneigung gegenüber der Chefin der Schwesterpartei dürfe daraus aber nicht geschlossen werden, betonte der CSU-Vorsitzende: "Ich habe es nicht gesehen, weil die Kanzlerin im Fernsehen war, sondern das liegt daran, dass ich meine Freizeit nicht mit dem Fernsehen verbringe." Er pflege sich mit Merkel persönlich auszutauschen. Dem Durchschnittsbürger ist das in der Regel verwehrt. (jum)

Vorbild Merkel

Ganz Ohr, egal auf welchen Kanälen die Kanzlerin gerade spricht, ist derzeit dagegen Grünen-Fraktionschefin Margarete Bause . Sie findet es beachtlich, wie standhaft Merkel ihre Position in der Flüchtlingsfrage hält, obwohl sie einem "Sperrfeuer" Seehofers ausgesetzt sei. Eine "völlig absurde Zeit" sei das gerade, wundert sich Bause. "Denn ich hätte nie gedacht, dass ich einmal in den Fanclub der Kanzlerin eintreten würde - zumindest in Teilbereichen." Es ist also eine Art Schnuppermitgliedschaft. Horst Seehofer lässt seine Mitgliedschaft im Merkel-Fanclub gerade mal wieder ruhen. (jum)

Paradies Schweden

Schweden ist nicht nur für viele Flüchtlinge ein Sehnsuchtsort, sondern auch für die Frauen in der SPD-Fraktion. In deren Augen herrschen dort bei der Geschlechtergleichstellung paradiesähnliche Zustände. Entsprechend beseelt sind sie von einer Informationsreise aus dem Norden zurückgekommen. Vor allem bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie bei den Anreizen für eine zwischen Vätern und Müttern gleichberechtigt aufgeteilten Kinderbetreuung könne man viel von den Schweden lernen, hat SPD-Frauensprecherin Simone Strohmayr festgestellt. Einige der Ideen würden die SPD-Frauen gerne nach Bayern übertragen. Damit sie in Schweden nicht noch um Asyl bitten müssen. (jum)
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