alter Schule
Ein Herr

Ein Herr alter Schule In einem Gedenksymposium gedachten Weggefährten dem im Mai verstorbenen Professor Eberhard Dünninger . Darunter war auch Stadträtin Kerstin Radler . In einer humorvollen, aber vor allem respektvollen Art und Weise erinnerte Radler an die Zeit, die sie zusammen mit Dünninger im Stadtrat verbrachte. Dieser sei ein "hochgebildeter Herr alter Schule", der Verwaltungsunterlagen ganz genau nach Fehlern der Orthografie untersuchte. Dabei habe er sich über so manches
In einem Gedenksymposium gedachten Weggefährten dem im Mai verstorbenen Professor Eberhard Dünninger . Darunter war auch Stadträtin Kerstin Radler . In einer humorvollen, aber vor allem respektvollen Art und Weise erinnerte Radler an die Zeit, die sie zusammen mit Dünninger im Stadtrat verbrachte. Dieser sei ein "hochgebildeter Herr alter Schule", der Verwaltungsunterlagen ganz genau nach Fehlern der Orthografie untersuchte. Dabei habe er sich über so manches nicht oder falsch gesetzte Komma geärgert. "Er hat versucht den Unterlagen einen literarischen Anspruch zu zuführen", berichtete Radler. Dabei habe Dünninger allerdings oft eine Erfahrung machen müssen, der sie auch selbst zustimmt: "Manchmal ist die Verwaltung einfach stärker." (ehi)

Explosive Übertragung

Aufgrund der Bombenentschärfung am letzten Sonntag musste auch das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder komplett geräumt werden. 112 Patienten wurden am vergangenen Wochenende in andere Kliniken verlegt. Es seien aber alle gut angekommen, erzählte Dr. Andreas Kestler , Geschäftsführer der Barmherzigen Brüder, am Sonntag während eines Pressegesprächs. In ihren Übergangsquartieren hätten die Patienten dann mit Spannung verfolgt, was "an der Heimatfront in der Prüfeninger Straße" passiere. Möglich gemacht habe das, führte Kestler fort, die Live-Berichterstattung der anwesenden Medienvertreter, die jede neue Entwicklung sofort veröffentlich haben. (ehi)

Explosiver Medienhype

Dass fast alle Regensburger Medien am Sonntag unter Beweis gestellt haben, bei ernsten oder gar gefährlichen Ereignissen auch live berichten zu können, hat OB Joachim Wolbergs als Leiter der Regensburger Sicherheitsbehörde imponiert. Das Stadtoberhaupt lobte das reibungslose Zusammenspiel von hauptberuflichen und ehrenamtlichen Kräften. Mit Blick auf die Medien warnte er aber deutlich vor einer Hals-über-Kopf-Berichterstattung. Aus dem Ehrgeiz heraus, als erster auf dem Medienmarkt mit den jeweiligen Nachrichten online zu sein, kam es zu teilweise relevanten Falschmeldungen. Ein Medium vermeldete digital, die Bombe müsse nun gesprengt werden (in Wahrheit musste nur einer der Zünder kontrolliert zur Detonation gebracht werden). Ein anderes Medium vergrößerte aus Eilfertigkeit den Evakuierungsradius von 500 Metern auf 1000 beziehungsweise 500 Kilometer. Andere Berichterstatter sahen dies, kupferten ab, statt zu kontrollieren, und so vervielfältigten sich mit eben der viel gelobten digitalen Geschwindigkeit auch Falschmeldungen. (web)
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