Altmodisch und überflüssig

Die CSU rückt nicht vom Konzept einer "Mittelstufe plus" für die bayerischen Gymnasien ab. Alternative Vorschläge der Opposition finden keine Mehrheit.

Im Bildungsausschuss lehnte sie Vorstöße von SPD, Grünen und Freien Wählern ab, die zum Teil weit über die im kommenden Schuljahr startende Pilotphase mit einem Zusatzjahr in der Mittelstufe für Schüler mit pädagogischem Förderbedarf hinausgingen. Nach Ansicht des CSU-Abgeordneten Otto Lederer sind diese entweder zu rückwärtsgewandt, aus rechtlichen Gründen nicht umsetzbar oder schlicht nicht erforderlich.

So hatte die SPD eine gesetzliche Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium (G9) gefordert, das aber besonders leistungsstarken Schüler die Möglichkeit zu einer Beschleunigung um ein Jahr geben sollte. Ziel wäre es, dem Großteil der Schüler mehr Bildungszeit zu gewähren, erklärte Martin Güll (SPD). Dazu gehöre eine stoffliche Entlastung in der Unter- und Mittelstufe sowie eine dreijährige Oberstufe zur gezielten Abiturvorbereitung.

Abgespeckte Version

Der Gesetzentwurf der Grünen enthielt keine fixe Dauer der Gymnasialzeit, sondern entwarf das Modell des "Lernens im eigenen Takt". Dieser müsse laut Thomas Gehring umfassende pädagogische Reformen in der Unter- und Mittelstufe sowie eine "flexible Oberstufe" beinhalten, die je nach Schüler zwei oder drei Jahre dauern könne.

Die Freien Wähler sahen in der "Mittelstufe plus" eine "Light-Variante" der von ihnen geforderten G8/G9-Wahlfreiheit. Das Konzept von Kultusminister Ludwig Spaenle müsse jedoch noch bessere Rahmenbedingungen vor allem für kleinere Gymnasien auf dem Land bieten, begründete Günther Felbinger einen entsprechenden Dringlichkeitsantrag seiner Fraktion.
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