Am ersten Oktoberwochenende ist Allersburg der Dreh- und Angelpunkt des Kirwageschehens in der ...
Auf zur Allersburger "Wiesn"

Die "Wiesn" in Allersburg ist wohl keine Konkurrenz zur "Wiesn" in der Landeshauptstadt, aber sie ist immer sehr gut besucht. Das Patroziniumsfest zu Ehren des Heiligen Michael in Allersburg gehört wohl zu den ältesten, schriftlich überlieferten Kirchweihfesten in der Region. Nur die "Roum-Kirwa" in Kastl und die Allerweltskirchweih stehen dann noch neben einigen kleineren Festen im Kirwakalender der Region.

Das Programm

Am Freitag, 2. Oktober ist ab 20 Uhr zu einem gemütlichen Weinfest, gestaltet von den Kirchweihpaaren, ins Festzeit am Zusammenfluss des Hausnerbaches mit der Lauterach eingeladen.

Am Samstag, 3. Oktober, wird dann trotz des Feiertages um 14 Uhr der sorgfältig hergerichtete Kirchweihbaum aufgestellt. "Da der Samstag ein Feiertag ist, rechnen wir damit, dass bei schönem Wetter am Nachmittag schon viele Gäste kommen. Deshalb ist heuer schon nachmittags Festbetrieb angesagt", sagen die Organisatoren. Am Samstagabend unterhält die Gruppe "Keine Ahnung" die Kirwagäste.

Am Kirchweihsonntag steht der Patroziniumsgottesdienst in der Pfarrkirche St. Michael um 8.45 Uhr im Programm. Er wird heuer von den ehemaligen Kirwamoidln und Kirwaburschen gestaltet. Nach einem Frühschoppen im beheizten Festzelt ist zu einem reichlich gedeckten Mittagstisch eingeladen.

Um 14 Uhr wird dannschließlich das lange trainierte Baumaustanzen und das Schnoderhüpfsingen zu sehen und zu hören sein. Ab 15 Uhr unterhält die Trachtenkapelle aus Hohenburg die Gäste.

Den Kirwamontag begehen die Allersburger traditionell mit einem Kindernachmittag ab 15 Uhr und am Abend, so gegen 20 Uhr, sind die "Allerscheynst'n" zu Gast im Lauterachtal. Dazu kommt noch die Versteigerung des Kirchweihbaumes.

Viel Drumherum

Am Sonntag herrscht auf dem Festplatz großer Kirwabetrieb und Budenzauber, unter anderem mit Autoscooter, Kinderkarussell, Schiffschaukel, Losbuden und Verkaufsständen. Und am Montagnachmittag wird generell von den jungen Leuten der Kirwabär durch das Dorf getrieben.

Für das leibliche Wohl sorgt auch heuer wieder die Dorfgemeinschaft Allersburg. Sie bietet unter anderem Kaffee, Allerburger Kirwakücheln, Bratwürste, Käse und am Sonntag einen Mittagstisch mit Bratengerichten an.

Die Ursprünge der Allersburger Wiesenkirchweih reichen bis ins Jahr 1576 zurück - in eine Zeit, als der bischöfliche Pfleger von Hohenburg und die Vertreter der Herrschaft der Pfalzgrafen von Neuburg/Donau aus Lutzmannstein zur Allersburger Wiesenkirchweih und dem angegliederten Standlmarkt angerückt kamen, um das Recht des Kirchweihfriedens auszuüben.

Heute würde man dazu sagen: Sie waren gekommen, um das Standlgeld einzutreiben und damit das Steuersäckel ihrer Obrigkeit aufzufrischen. Es wäre damals fast zu einer Auseinandersetzung zwischen den beiden Parteien gekommen, denn jeder wollte kassieren.

Bis vor der Ablösung der Dörfer im Truppenübungsplatz Hohenfels im Zuge der Westerweiterung im Herbst 1951 kamen auch immer die Bewohner der dort abgesiedelten Dörfer - angefangen bei Lutzmannstein bis Pielenhofen, Enslwang und Schwend - nach Allersburg.
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