Amberg und Weiden: Fusion der Genossen

Direktor Gerhard Ludwig, Volksbank Nordoberpfalz: "Die VR-Bank Amberg Weiden ist die Genossenschaftsbank für die gesamte Region."

Als würden Naab und Vils zu einem einzigen "Geldfluss" vereint: Die Volksbank Nordoberpfalz (Weiden) und die Volks- und Raiffeisenbank (VR) Amberg wollen zur "VR Bank Amberg Weiden" fusionieren. Die Zusammenlegung soll noch 2015 erfolgen.

Das "Ziel der Verschmelzung" bekräftigten die Vorstände Gerhard Ludwig und Rudolf Winter (Weiden) sowie Dieter Paintner und Andreas Reindl (Amberg). Einstimmige Empfehlungen der jeweiligen Verwaltungen erteilen ihnen dazu die Handlungsvollmacht, in die Detailgespräche einzusteigen. Bei einem Pressegespräch am Montagnachmittag in Weiden bekräftigten die vier Verantwortlichen den Wunsch, eine Genossenschaftsbank entstehen zu lassen, "die für den Mittelstand in der Region bei Service und Beratung die Nummer eins ist".

Bei einer Fusion kommt die VR Bank Amberg Weiden, so der Arbeitstitel, auf eine Bilanzsumme von fast 1,7 Milliarden Euro, 1,28 Milliarden Euro Einlagen und 952 Millionen Euro Kredite: mit zusammen mehr als 60 000 Kunden und 378 Mitarbeitern in 25 Geschäftstellen in den Landkreisen Amberg-Sulzbach, Neustadt/WN und Tirschenreuth sowie in den Oberzentren Amberg und Weiden. Es gibt keine Überschneidungen der Geschäftsgebiete. Amberg steht an erster Stelle im neuen Namen, Dienstsitz soll dem Vernehmen nach Weiden werden. Die VR Bank Amberg weist für 2014 eine Bilanzsumme von 718 Millionen Euro aus, die Volksbank Nordoberpfalz 951 Millionen Euro. Die annähernd 17 500 Mitglieder müssen bei den Vertreterversammlungen im Frühjahr 2016 mit mindestens 75 Prozent Mehrheit einer Verschmelzung zustimmen, damit sie rückwirkend zum 31. Dezember 2015 erfolgen kann.

Weitere Spezialisierung

Die Weidener und Amberger Vorstände wollen durch die Fusion die "Leistungskraft nochmals deutlich steigern". Dieter Paintner: "Es entsteht eine starke neue Bank. Sie ist eine hervorragende gegenseitige Ergänzung, keine Fusion aus der Not heraus." Private Banking, Auslandsgeschäfte oder Immobilienvermittlung könnten deutlich ausgebaut werden. Direktor Ludwig: "Die Kreditversorgung des Mittelstands wird weiter gestärkt." Die Vorstände versichern, dass "fusionsbedingt keine Arbeitsplätze verloren gehen".
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