Amberger Zuliefer-Konzern spürt schwache Entwicklung bei Nutzfahrzeugen und Landmaschinen
Grammer erwartet geringeres Ergebnis

Grammer stellt neben Sitzen für Landmaschinen, Bahnen, Busse und Lkw sowie Komponenten und Systeme für die Innenausstattung von Pkw her. Archivbild: Hartl
Amberg. (nt/az) Der Amberger Autozulieferer Grammer (weltweit mehr als 10.700 Mitarbeiter) meldet für das erste Halbjahr 2015 nach vorläufigen Zahlen einen deutlichen Umsatzanstieg. Er legte laut Mitteilung des Unternehmens im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 669,6 Millionen Euro auf 710,2 Millionen Euro zu, eine Steigerung um sechs Prozent. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) blieb aber mit 24,6 Millionen Euro unter dem Wert des Vorjahres (30,9 Millionen Euro).

Grund hierfür sei die schwache Entwicklung vor allem in den Lkw- und Baumaschinen-Märkten in Brasilien und China sowie im weltweiten Landmaschinenbereich. Dies habe sich vor allem im zweiten Quartal auf den Absatz von gefederten Sitzen für Lkw und Landmaschinen im Unternehmensbereich Seating Systems ausgewirkt. Die Belastungen "konnten durch die weiterhin positive Geschäftsentwicklung im Bereich Automotive sowie den bereits eingeleiteten Einsparungsmaßnahmen nicht mehr vollständig kompensiert werden", teilte das Unternehmen mit. Aufgrund der Belastungen durch den starken Marktrückgang im Bereich Nutzfahrzeuge sowie des Ausbleibens einer noch zu Jahresbeginn erwarteten Belebung in der zweiten Jahreshälfte passte Grammer die Ergebnisprognose für das Gesamtjahr an. Nun erwartet der Konzern einen Rückgang beim Ebit um rund 15 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr auf 42 Millionen Euro.

"Darüber hinaus werden für den brasilianischen Markt zusätzliche Anpassungsmaßnahmen notwendig, um die dortige Produktionsstätte auf eine möglicherweise längerfristige Nachfrageschwäche für brasilianische Lkw einzustellen", teilte Grammer weiter mit. Beim Umsatz erwartet der Konzern trotz der stärkeren Abschwächung im Bereich Seating Systems unverändert eine spürbare Steigerung gegenüber dem Vorjahr auf mehr als 1,4 Milliarden Euro.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.