Amberg/Weiden.
Amberg erhält Aufnahmelager für Flüchtlinge

(tk/fku/dpa) Die Regierung der Oberpfalz wird die Landwirtschaftliche Berufsschule in Amberg vorübergehend als Erstaufnahmeeinrichtung nutzen. "Das steht seit Ende vergangener Woche fest", teilte Pressesprecherin Susanne Schwab am Dienstagnachmittag mit. Zuvor müsse das Gebäude, das sich im Eigentum des Landkreises Amberg-Sulzbach befindet und rund 200 Personen Platz bieten soll, erst noch ertüchtigt werden. Entsprechend einer Vereinbarung, die das Landratsamt und die Stadt mit der Bezirksregierung geschlossen haben, betrage die Nutzungsdauer voraussichtlich zwei Jahre.

Die temporäre Einrichtung sei notwendig geworden, weil der Zustrom der Asylsuchenden in diesem Monat nochmals deutlich zugenommen habe. "Aktuell sind in Bayern Zugänge von rund 1000 Personen pro Tag zu verzeichnen", hieß es in einer Medieninformation der Regierung. Weiden öffnet unterdessen einen Teil des Rathauses für Flüchtlinge. Die ehemalige Hausmeisterwohnung wird vorübergehend als Unterkunft für unbegleitete Minderjährige genutzt. Fünf Doppelbetten sind bereits aufgestellt. Als Dienstwohnung werden die Räume nicht benötigt, ab 2016 sollen darin Büros entstehen. Unterdessen facht die angekündigte harte Linie Bayerns in der Asylpolitik einen Koalitionsstreit in Berlin an. (Seite 4)
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