Angeklagter operierte auch in Regensburg

Der jetzt in Göttingen freigesprochene Mediziner war vom 1. August 2003 bis zum 30. September 2008 Oberarzt am Uniklinikum Regensburg (UKR). Wie Kliniksprecherin Susanne Körber am Mittwoch auf Nachfrage mitteilte, habe das UKR nach Bekanntwerden der Vorfälle in Göttingen im Juli 2012 veranlasst, dass sämtliche Lebertransplantationen im Zeitraum von 2003 bis 2008 einer "genauen Einzelfallprüfung" unterzogen werden. Nach einem Anfangsverdacht bei 23 Fällen ergaben die weiteren internen Untersuchungen für den besagten Zeitraum im Zusammenhang mit der Tätigkeit des Oberarztes am UKR in insgesamt 43 Fällen Unstimmigkeiten. Die Änderungen der Transplanta-
tionsrichtlinien im Jahr 2012 seien im UKR vollständig umgesetzt, so Körber. Dies bedeute, in der Nieren,- Pankreas- und Herztransplantation gelte das Sechs-Augen-Prinzip für alle Tätigkeiten rund um die Wartelistenarbeit, bei der Lebertransplantation das Acht-Augen-Prinzip. "Jeder einzelne daran beteiligte Arzt wird vom Ärztlichen Direktor des UKR eigens dafür benannt und der Vermittlungsstelle Eurotransplant mitgeteilt." (wbr)
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