Angeklagter Richter gesteht im Korruptionsprozess
Jura-Examen verkauft

Nach einem Skandal um gekaufte Jura-Examen hat der angeklagte Richter überraschend für eine Prozesswende gesorgt. Er legte am Dienstag ein umfassendes Geständnis ab. Damit dürfte der ursprünglich bis in den Sommer hinein als Mammutverfahren geplante Prozess ein frühes Ende finden. Dem Juristen drohen bis zu zehn Jahre Haft.

"Ich möchte die Verantwortung für mein Handeln übernehmen", sagte der 48-Jährige am Landgericht Lüneburg (Niedersachsen). Der Jurist gab damit am dritten Prozesstag zu, als Referatsleiter im niedersächsischen Landesjustizprüfungsamt Referendaren Prüfungslösungen für das entscheidende zweite Staatsexamen verkauft oder angeboten zu haben.

Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Bestechlichkeit im besonders schweren Fall, Verletzung des Dienstgeheimnisses und versuchte Nötigung vor. Teils sei das Material für fünfstellige Beträge angeboten worden.
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