Angemerkt Welch ein Apple-Glaube!

"Im Prinzip bin ich ja wirklich nicht abergläubisch", schrieb Alexander Sergejewitsch Puschkin, "aber wenn wir heute tatsächlich Freitag, den 13., haben, komme ich doch lieber ein andermal wieder".

Die Menschen aller Zeitalter fühlten sich zu Recht an der Spitze der Entwicklung - Gegenwart ist immer modern. Schon der erste Eisenträger wird sich ungeheuer aufgeklärt gefühlt haben, als er auf zurückgebliebene Bronzekulturen traf. Die Entwicklung hat sich dynamisiert. Wir müssen keine 50 Jahre mehr warten, bis unsere Nachfahren milde lächelnd unsere Statussymbole begutachten wie wir heute ein DDR-Mobiltelefon. Staunend werden unsere Enkel im Museum die Auftritte der Apple-Priester betrachten, die eine überdimensionierte Uhr präsentieren, als wäre sie das Goldene Kalb. "Und damit wollten die telefonieren?", prusten sie los, und schicken der Oma zu Hause ein Hologramm per Gedankenübertragung.

Kaum einer kann sich dann noch vorstellen, dass die Menschheit im Jahr 2015 glaubte, solches Spielzeug könne das Fundament einer globalen Weltwirtschaft sein - welch' lustiger Aberglaube.

juergen.herda@derneuetag.de
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