Angst vor Amoklauf

Ein bewaffneter Polizist bewacht eine der drei Schulen in Schleswig-Holstein nach der Amokdrohung. Bild: dpa

Ein Unbekannter droht drei Schulen östlich von Hamburg per E-Mail einen Amoklauf an. Die Behörden nehmen die Drohung offenbar ernst. Nach einem Tag Unterrichtsausfall sollen Polizisten heute die Eingänge der Schulen kontrollieren.

Wegen eines angedrohten Amoklaufs ist an drei Schulen in Schleswig-Holstein am Mittwoch der Unterricht ausgefallen. Ein Unbekannter habe eine E-Mail mit dieser Ankündigung geschickt, sagte ein Polizeisprecher. Der Hintergrund war bis zum späten Nachmittag völlig unklar: "Möglich ist alles." Heute soll der Unterricht wieder aufgenommen werden. Die Polizei kündigte aber Einlasskontrollen an.

Unterricht fiel aus

Betroffen sind im Kreis Stormarn das Schulzentrum Glinde mit dem Gymnasium Glinde und der Sönke-Nissen-Gemeinschaftsschule sowie die Erich-Kästner-Gemeinschaftsschule Barsbüttel, wie das Bildungsministerium in Kiel mitteilte. In Glinde fiel für knapp 1300 Schüler der Unterricht aus, in Barsbüttel für 700. "Wir nehmen das Schreiben ernst. Der Schutz der Schüler und Lehrer ist das erste Gebot", sagte Innenminister Stefan Studt (SPD).

Die an die Schulen gerichtete Drohung sei am späten Dienstagnachmittag aufgetaucht. Die polizeilichen Ermittlungen laufen. Die Ermittler versuchen nun herauszubekommen, wer die E-Mail verschickt hat und ob die Drohung ernst zu nehmen ist, sagte der Polizeisprecher. Die Polizei bat Schüler, die über WhatsApp oder Facebook wichtige Hinweise zu der Amokdrohung bekommen sollten, sich zu melden.

Am Mittwoch standen Polizisten vor den Schulen, zum Teil mit Maschinenpistole bewaffnet. Auch am Donnerstag wird es Einlasskontrollen geben.
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