Anschläge in Paris - DNA-Analyse eindeutig
Attentäter gefasst

Deutschland und die Welt
22.11.2013
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Der mysteriöse Attentäter von Paris ist gefasst. Ein 48 Jahre alter Mann, der zumindest früher dem linksextremen Milieu angehörte, konnte in der Nacht zum Donnerstag durch einen DNA-Abgleich als mutmaßlicher Täter identifiziert werden, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte.

Ihm werden unter anderem zwei Überfälle auf Medienhäuser und die Entführung eines Autofahrers vorgeworfen. Bei dem Überfall auf die Tageszeitung "Libération" war am Montag ein Fotoassistent niedergeschossen und lebensgefährlich verletzt worden.

Die Ermittler hatten den Verdächtigen am Mittwochabend nach einem Hinweis aus der Bevölkerung in einer Tiefgarage in der Pariser Vorstadt Bois-Colombes festgenommen. Er musste jedoch wegen seines schlechten Gesundheitszustandes zunächst in ein Krankenhaus gebracht werden. Als Hintergrund wurde ein Selbstmordversuch mit Medikamenten vermutet. Sein Motiv für die Überfälle war zunächst weiter unklar. Bei dem mutmaßlichen Attentäter von Paris ist nach seiner Festnahme ein Brief mit wirren politischen Äußerungen gefunden worden. Nach Informationen des Nachrichtensenders BFMTV geht es in einem Schriftstück unter anderem um Libyen, Syrien und die Lage in der arabischen Welt.

Innenminister Valls bestätigte, dass es sich bei dem Festgenommenen um Abdelhakim Dekhar handelt. Dieser war bereits in den 90er Jahren wegen Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Damals hatte er eine Pumpgun gekauft, das bei einem aufsehenerregenden Verbrechen zum Einsatz kam. Bei diesem erschoss ein junges Pärchen aus der linksextremen Szene im Oktober 1994 bei einer nächtlichen Verfolgungsjagd drei Polizisten und einen Taxifahrer.

Medienhäuser bewacht

Nach dem mysteriösen Attentäter von Paris hatte die Polizei seit Montag mit einem Großaufgebot gefahndet. Weil dem Täter weitere Überfälle zugetraut wurden, bewachten Sicherheitskräfte den Zugang zu Medienhäusern in Paris. Der Täter war am Montag ins Foyer der Zeitung "Libération" eingedrungen und hatte dort einen 23 Jahre alten Fotoassistenten niedergeschossen und lebensgefährlich verletzt. Im Geschäftsviertel La Défense soll er anschließend vor der Großbank Société Générale um sich geschossen haben.
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