Anschlag auf "Morgenpost" sorgt für Aufmerksamkeit
Steine und Brandsatz

Ein Feuerwehrmann vor dem Gebäude der "Mopo". Bild: dpa
Zerborstene Scheiben, verbrannte Akten und alte Zeitungsausgaben. Zeugnisse des Brandanschlags auf die "Hamburger Morgenpost", der am Sonntag Politik, Medien und Polizei in Aufregung versetzt. Aber auch national und sogar international wird der Anschlag mit großer Aufmerksamkeit wahrgenommen. Dabei war zunächst nicht bekannt, wer in der Nacht mehrere Steine und mindestens einen Brandsatz in das Archiv der Boulevardzeitung geschleudert hat - und warum.

Auf Twitter häufen sich Solidaritätsbekundungen aus Frankreich, Italien und anderen Ländern für die Hamburger Zeitung. "Je suis aussi le Morgenpost - Ich bin auch Morgenpost", heißt es in einem Tweet in Anlehnung an den Slogan "Je suis Charlie". Als einer der ersten Politiker äußert sich am Mittag CDU-Landeschef Marcus Weinberg: "Zum jetzigen Zeitpunkt sind die Hintergründe noch unklar - sollte sich aber herausstellen, dass der Anschlag im Zusammenhang mit der kürzlichen Abbildung von Karikaturen des Satiremagazins 'Charlie Hebdo' steht, wäre dies eine neue Entwicklung der Gewalt in unserer Stadt." Die Polizei nahm in der Nacht zwei 35 und 39 Jahre alte Männer fest. Ob sie mit der Brandstiftung im Zusammenhang stehen, untersuche der Staatsschutz, teilt die Polizei mit.
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