Appell an Besitzer und Nutzer

Besichtigt wurde die Kläranlage in Mähring. Hier ging es in erster Linie um den Rechen, der nicht mehr richtig funktioniert. Klärwärter Jörg Haberkorn führte die Markträte durch die ganze Anlage. Bild: wg

Ein Rechen in der Kläranlage, der nicht mehr funktioniert, beschäftigte die Markträte bei ihrer Ortsbesichtigung. In Poppenreuth ging es um den Weg zum Alten Herrgott, dessen Bankett mehr und mehr schrumpft.

Zwei Ortstermine leiteten diesmal die Gemeinderatssitzung ein. In Mähring stand die Kläranlage auf dem Programm. Der doch schon sehr in die Jahre gekommene Rechen funktioniert nicht mehr ordnungsgemäß. Bei der Gelegenheit zeigte Klärwärter Jörg Haberkorn den Räten die komplette Anlage. Unter anderem auch die Wetter-Station, die vor Jahren über Jörg Kachelmann in Mähring installiert wurde und seither Daten fürs Fernsehen liefert.

Neuvermessung angestrebt

In Poppenreuth war der Weg zum Alten Herrgott das Ziel der Räte. Besonders im oberen Teil weist der Zubringer Schwächen auf. Zudem verschwindet entlang des Weges das Bankett immer weiter, weil die Randstreifen durch die Feld-Bestellung im Laufe der Zeit immer weniger geworden sind. Außerdem sind in diesem Bereich auch Grenzsteine ausgegraben worden, weshalb ein Grundbesitzer eine Neuvermessung anstrebt.

Verrohrung

Bei einem Anwesen in Poppenreuth ist der Straßengraben zugewachsen. Diese Situation sahen sich die Räte beim Ortstermin ebenfalls an. Im Sitzungssaal vertieften und diskutierten sie die Erkenntnisse vor Ort, wobei das Thema "Kläranlage" in die nichtöffentliche Sitzung verlegt wurde. Laut Bürgermeister Josef Schmidkonz wurde der Weg zum Alten Herrgott 1986 neu vermessen. Damals habe sich die Gemeinde mit den Grundbesitzern geeinigt, den Weg zu verlegen, da Teilbereiche auf Privatgrund waren. Die Straßengräben wurden verfüllt, weil niemand bereit war, Grund für neue Straßengräben herzugeben. Dadurch läuft das Wasser bei Starkregen den Berg hinunter, es kommt zu Ausschwemmungen auf einem Grundstück und im Ort, im Extremfall auch zu Überschwemmungen. Deshalb wurde auch über eine Verrohrung diskutiert.Schmidkonz machte darauf aufmerksam, dass jeweils 75 Zentimeter Bankett Vorschrift sind. "Die Anlieger müssen selbst auf ihren Weg achten und ihn nicht kaputt machen, sie müssen beim Ackern selber aufschauen", so der Tenor des Gemeinderats.

Situation unverändert

Da eine Straßenvermessung Zigtausende koste, war der Bürgermeister dafür nicht zu begeistern. German Hartmann gab zu bedenken, dass, selbst wenn man den Graben neu verrohre, die Situation sicher die gleiche sei, wie damals bei der Neuanlage des Weges: "Es wird auch jetzt keiner Grund dafür hergeben."

Wolfgang Meisl meinte, dass es auch nicht einfacher werde, wenn das Wasser in die Leitung einfließe. Auch in diesem Fall könne es weiter unten trotzdem zu Überschwemmungen kommen. "Das können wir nicht verhindern bei Starkregen", meinte der Bürgermeister. Einstimmig wurde beschlossen, an die Nachbarn, Grundbesitzer und Pächter zu appellieren, nicht so weit in Richtung Straße zu ackern. Deshalb werde von einer Neuvermessung momentan erst einmal abgesehen. Der Straßengraben im Dorf soll bei nächster Gelegenheit instand gesetzt werden.
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