"Aschenbrödel" an die Leser unserer Zeitung: "Mir geht es gut!"

Entwarnung durch die tschechische Schauspielerin Libuse Safrankova: der auch in Deutschland überaus beliebten Hauptdarstellerin aus dem Märchen-Kultfilm "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel", bei der vor einem Jahr Lungenkrebs diagnostiziert wurde, geht es gut.

In einer Kurznachricht schrieb sie am Wochenende auf Anfrage unserer Zeitung: "Ich danke Ihnen für Ihr Interesse an meinem Schicksal. Machen Sie sich bitte keine Sorgen. Mir geht es gut. Allerdings ist der Heilungsprozess noch nicht beendet."

In deutschen Zeitungen waren kürzlich Berichte aufgetaucht, wonach man sich große Sorgen um den Gesundheitszustand der 62-Jährigen machen müsse. Hintergrund war, dass Safrankova am tschechischen Nationalfeiertag, dem 28. Oktober, nicht zum Festakt auf die Prager Burg kommen konnte, wo sie von Präsident Milos Zeman die "Verdienstmedaille" für ihr herausragendes schauspielerisches Wirken entgegen nehmen sollte. Die tschechische Boulevardzeitung "Blesk" hatte aus der Absage den Schluss gezogen, dass es Safrankova schlechter gehen müsse. Dies wiederum war von deutschen Medien dahingehend interpretiert worden, dass es um die beliebte Mimin offenkundig schlimm stehe. Safrankova wusste nichts von diesen deutschen Medienberichten und reagierte dementsprechend auch nicht darauf - bis zur jetzigen SMS.

Die Ärzte eines Prager Krankenhauses hatten kurz vor Weihnachten vergangenen Jahres eine Krebsgeschwulst in ihrer Lunge gefunden. Bei einer sofortigen Operation wurde ihr ein Fünftel der Lunge mit der Geschwulst entfernt. Seither wird Safrankova ambulant behandelt. Um keine Spekulationen über ihren Gesundheitszustand aufkommen zu lassen, hinterließ sie jedoch kaum Informationen über den Heilungsverlauf.

Diese Zurückhaltung überraschte nicht. Mit ihrem Ehemann, dem Schauspieler Josef Abrham, lebt sie seit Jahr und Tag sehr zurückgezogen in Prag und tritt nur äußerst selten in der Öffentlichkeit auf.

Safrankova und Abrham hatten in der Vergangenheit erhebliche Probleme mit den einheimischen Boulevardmedien gehabt. 2001 etwa hatte das Blatt "Super" behauptet, Safrankova habe sich einer Entziehungskur unterziehen müssen. In Anspielung an ihren auch im Weihnachtsprogramm deutscher TV-Stationen unverzichtbaren Märchenfilm-Hit titelte "Super" dreist: "Drei Gläschen für Aschenbrödel". Überdies dichtete "Super" Safrankova auch noch eine Liebesbeziehung zum lange verstorbenen Schauspieler Vladimir Mensik an, die sich während der Dreharbeiten zum "Aschenbrödel" abgespielt haben soll. Safrankova und Abrham klagten seinerzeit erfolgreich gegen das Blatt, das sich entschuldigen und eine hohe Geldstrafe zahlen musste.

In ihrer jetzigen SMS an unsere Zeitung bat Safrankova um das, was sie jetzt am meisten brauche: "Ruhe und eine ungestörte Privatsphäre". Und abschließend fügte sie hinzu: "Ich danke allen, die mir bislang ihre Gebete widmeten. Die sind heilsam. In Liebe und Dankbarkeit, L. Safrankova".
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