Asylbewerber: Regensburg stellt Notfallplan vor
Winterfest

Die sieben Landkreise und die drei kreisfreien Städte der Oberpfalz müssen sich vorbereiten: Die Staatsregierung fordert von allen bayerischen Kreisverwaltungsbehörden, sich in den nächsten Monaten auf die kurzfristige Aufnahme von je 200 bis 300 Asylbewerbern einzustellen. Sie müssen winterfeste Einrichtungen benennen, die für eine Verweildauer von fünf bis sechs Wochen geeignet sind.

Am Beispiel der Stadt Regensburg erläuterte Wolfgang Schmitt, Leiter des Bereichs "Sicherheit, Kommunales, Soziales" bei der Regierung der Oberpfalz, am Donnerstag Vertretern aller Kreisverwaltungsbehörden des Bezirks den sogenannten "Winter-Notfallplan". Vor zehn Tagen hatte Regensburg in der Turnhalle der Clermont-Ferrand-Schule eine provisorische Erstaufnahmeeinrichtung für 150 bis 200 Asylbewerber geschaffen, um die Bayernkaserne in München zu entlasten.

In diesen Tagen würden die Feldbetten in der Turnhalle bereits wieder abgebaut, erklärte Regierungssprecher Joseph Karl auf Anfrage unserer Zeitung. Man habe in Regensburg aber wertvolle Erfahrungen dahingehend gesammelt, was es bedeutet, in kürzester Zeit eine Unterbringung für Asylbewerber bereitzustellen.

Dieses Wissen habe man mit den anderen Oberpfälzer Kreisen und kreisfreien Städten teilen wollen. Karl betonte, dass der Notfallplan nicht zwangsläufig in Kraft treten wird. "Aber wir müssen vorbereitet sein."
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